Fussball

"Das ist die richtige Entscheidung"

Fußball Der WFV verhängt ein Spiel- und Trainingsverbot, das ab sofort gilt. Die Vereine vor Ort reagieren mit Verständnis. Von Peter Eidemüller

Jubelnde Kicker wie hier zuletzt in Dettingen sind vorerst passé: Der WFV hat den Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung ausgesetzt. Foto: Markus Brändli

Der Spielbetrieb im württembergischen Amateurfußball ist mit sofortiger Wirkung ausgesetzt. Das hat der Verband am Donnerstag bekannt gegeben. "Die Entscheidung erfolgt bewusst bereits vor der rechtlichen Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse und aufgrund der sehr eindringlichen Appelle der Bundes- und Landesregierung", heißt es in einer Pressemitteilung. In diesem Zusammenhang fordert der Verband alle Mitgliedsvereine zudem auf, den Trainingsbetrieb mit sofortiger Wirkung einzustellen, selbst wenn die Sportstätten noch geöffnet sind. Auch auf Mannschaftsbesprechungen sollte verzichtet werden.

Bei den Vereinen vor Ort stößt der Verbandsbeschluss auf Verständnis. "Das ist die richtige Entscheidung", sagt Benjamin Geiger, Trainer des TSV Weilheim. "Die Gesellschaft muss zurzeit auf so viel verzichten, dann muss der Fußball da solidarisch den gleichen Weg einschlagen. Nächstes Jahr wird dann vermutlich etwas schwierig mit all den englischen Wochen, zumal ich große Bedenken habe, dass im Frühjahr reibungslos gespielt werden kann.“

Ähnlich skeptisch ist Marc Butenuth, Abteilungsleiter des VfL Kirchheim, der am Donnerstag eigentlich im Nachholspiel auf den FTSV Kuchen getroffen wäre. "Ich bin gespannt, ob die Runde zu Ende gespielt wird, oder ob es lediglich darum geht, die 50-prozentige Quote zu erfüllen, um die Saison werten zu können." Mit der grundsätzlichen Entscheidung ist der Kirchheimer Funktionär einverstanden: "Der WFV handelt da sehr gewissenhaft und verantwortungsbewusst. Ich finde, das Ganze ist für die aktiven Kicker und Sportler auch durchaus zu verkraften, da wir im Berufsleben eingespannt sind. Kinder und Jugendliche trifft es da meiner Meinung nach viel schlimmer, die nämlich nun ihrem Hobby nicht mehr nachgehen können und keinen Ausgleich zur Schule haben.“

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