Fussball

Denkendorf im Glück

Fußball Der Bezirksligist gewinnt Relegationshalb­finale gegen Harthausen

Oberboihingen. Totgesagte leben länger: Nachdem sie im Zuge des Rückzugs von Nafi Stuttgart aus der Landesliga erst am Donnerstag vom Abstiegs- auf den Relegationsplatz der Bezirksliga gerutscht waren (wir berichteten), haben die Kicker des TSV Denkendorf die erste Hürde auf dem Weg zum Klassenerhalt genommen. Der vom ehemaligen Kirchheimer Thorsten Schöllkopf gecoachte TSVD bezwang A1-Vizemeister TSV Harthausen am Freitag in Oberboihingen mit 2:1 nach Verlängerung.

Diese hatte sich nach den frühen Toren von Harthausens Marco Haas (10.) und Denkendorfs Felice Franza (14.) längst abgezeichnet. Dann sah Slobodan Markovic die Ampelkarte (90.+3) und ließ sich zu einer Spuckattacke gegen Schiri Soner Celkin (TSV Jesingen) hinreißen und von den Rängen gab es rassistische Beleidigungen gegen den Assistenten, einem Bruder des Unparteiischen.

Auf Wunsch des Referees rückte die Polizei an, mit fünf Streifenwagen. In der Pause der Verlängerung begleiteten zwei Polizeibeamte und eine Horde Ordner das Schiri-Gespann in die Kabine. Rund zehn Minuten wurde nicht weiter gespielt. Erst als Bezirksspielleiter Johannes Veit einige Zuschauer ermahnte, dass bei der nächsten Beleidigung abgebrochen wird, und der Gelb-Rot-Sünder aus dem Sportpark am Neckar geleitet worden war, ging es weiter. Das entscheidende Tor für Denkendorf gelang abermals Franz in der 113. Minute.tb/nz

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