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„Der Druck liegt bei den Kirchheimern“

Fußball Der VfL geht morgen bei A-Ligist Aichwald als großer Favorit ins Halbfinale des Bezirkspokals.

Der heutige Kapitän Marcel Helber (rechts, hier mit Josip Colic) war beim letzten Bezirkspokalsieg des VfL 2012 dabei.Foto: Deni
Der heutige Kapitän Marcel Helber (rechts, hier mit Josip Colic) war beim letzten Bezirkspokalsieg des VfL 2012 dabei.Foto: Deniz Calagan

Kirchheim. Die Aussicht ist verlockend und hat historische Dimensionen: Mit einem Sieg im morgigen Halbfinalspiel beim unterklassigen ASV Aichwald (ab 15 Uhr) könnte der VfL Kirchheim erstmals seit sieben Jahren wieder ins Endspiel des Fußball-Bezirkspokals vorstoßen - 2012 hatten die „Blauen“ als VfL II den Pott nach einem 5:2-Sieg über den FC Heiningen sogar an die Jesinger Allee geholt. Damals wie heute im VfL-Dress: Kapitän Marcel Helber (29).

Das Selbstvertrauen, das 2019er-Finale am 30. Mai gegen den Sieger der zeitgleich stattfindenden Partie VfB Reichenbach gegen FC Donzdorf zu erreichen, ist auf Kirchheimer Seite groß: „Wenn wir unsere Leistung abrufen, dürfte nichts schiefgehen“, glaubt VfL-Trainer Michel Forzano, dessen Team vorgestern allerdings die erste Pflichtspielniederlage des Jahres verdauen musste. „Meine Jungs sind wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt“, sieht Forzano jedoch auch etwas Positives in der 0:1-Bezirksligapleite gegen Rechberghausen.

Bevor morgen um 15 Uhr beim A-Ligisten in Aichwald der Anpfiff zum Halbfinale ertönt, bittet Forzano seine Schützlingen am heutigen Dienstagabend zum Abschlusstraining, in dem letzte taktische Feinheiten einstudiert werden. Mit dabei sein sollen auch die beiden zuletzt angeschlagenen Leistungsträger Samuel Bosler (Schienbeinprellung) und Sasa Lukic (Rückenprobleme).

Der ASV rechnet sich was aus

Gegner ASV Aichwald, aktuell Tabellendritter der A-Staffel 1, wähnt sich indes bestens gerüstet für das Duell mit den favorisierten Gästen aus der Teckstadt. Coach Jan Singer hat für das Pokalspiel in den vergangenen Wochen extra den Trainingsumfang erhöht und den VfL mehrmals beobachtet. „Seit ich Trainer bin, habe ich noch nie einen so großen Aufwand betrieben“, verrät der ASV-Coach, der es sich mit seinem Team in der Außenseiterrolle bequem macht: „Der Druck liegt bei den Kirchheimern, meine Mannschaft ist nicht chancenlos. Ich bin zuversichtlich, dass wir das Endspiel erreichen.“ Dazu beitragen soll Stürmer Luca Richter. Der 19-Jährige hat in dieser Runde bereits 18 Tore erzielt. Klaus-Dieter Leib

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