Fussball

Die „Blauen“ zünden den Turbo

Fußball Der VfL Kirchheim schlägt den TSV Ottenbach im Viertelfinale des Bezirkspokals mit 8:0. Nach einer schwachen Anfangsphase stellt der Favorit die Partie innerhalb von fünf Minuten auf den Kopf. Von Klaus-Dieter Leib

David Schmidt (blaues Trikot) versenkt den Ball aus spitzem Winkel zum 7:0. Der VfL Kirchheim lässt A-Ligist TSV Ottenbach im Be
David Schmidt (blaues Trikot) versenkt den Ball aus spitzem Winkel zum 7:0. Der VfL Kirchheim lässt A-Ligist TSV Ottenbach im Bezirkspokal-Viertelfinale keine Chance.Foto: Jörg Bächle

Was erst vor vier Wochen im Fußball-Bezirkspokal der vergangenen Saison durch die 1:2-Pleite im Viertelfinale beim TSV Neckartailfingen (1:2) nicht geglückt ist, hat der VfL Kirchheim diesmal geschafft: Die Teckstädter kamen beim TSV Ottenbach zu einem deutlichen 8:0 (3:0)-Erfolg und ziehen damit nach 2018 erneut ins Pokalhalbfinale ein. Dort treffen die „Blauen“ auf den 1.FC Donzdorf, der sich gegen die SPV 05 Nürtingen mit 2:1 durchgesetzt hat. Das Duell um den Finaleinzug findet allerdings erst am Pfingsmontag, 24. Mai, des kommenden Jahres statt.

Doch das Weiterkommen könnte für den VfL teuer bezahlt werden, denn nach nicht einmal einer Viertelstunde musste der Kirchheimer Toptorjäger Meksud Colic das Spielfeld verletzungsbedingt verlassen. „Ich habe einen heftigen Schlag gegen das Knie bekommen. Jetzt hoffe ich, dass es nur eine Überdehnung ist“, sagte der 28-Jährige. Auch für VfL-Coach Oliver Klinger war nach dem Schlusspfiff das Ergebnis erst einmal zweitranging: „Ich kann jetzt nur die Daumen drücken, dass Meksud nicht längere Zeit ausfallen wird.“ Eine genaue Diagnose wird im Laufe der Woche erwartet.

Dass das Ergebnis letztlich derart hoch ausfiel, hätte von den rund 200 Zuschauern anfangs wohl niemand erwartet. Denn es waren die Gastgeber, die deutlich stärker ins Spiel starteten. Die favorisierten Kirchheimer hatten es in dieser Phase vor allem Torwart Nico Nagel zu verdanken, dass sie nicht in Rückstand geraten sind. Gleich zweimal entschärfte der erst 19-Jährige zwei gute Möglichkeiten von Andreas Behlke (20., 21.). Auch Ottenbachs Marco Weber hatte kein Glück, als er auf halbrechter Position völlig frei vor dem Kirchheimer Gehäuse den Ball um Zentimeter am Tor vorbei schob (30.) . „Das Spiel hätte sicherlich einen anderen Verlauf genommen, wenn wir in Führung gegangen wäre“, resümierte Ottenbachs Trainer Dieter Taller.

Doch dann zündete der Favorit den Turbo und entschied innerhalb von fünf Minuten die Begegnung: Nach einem Eckball erzielte Ammar Memic das 1:0 (37.) für die Kirchheimer. Kurze Zeit später erhöhte Felix Hummel auf 2:0 (40.) und wiederum keine zwei Zeigerumdrehungen danach sorgte Emir Sahdanovic mit einem sehenswerten Heber noch vor der Pause für die Vorentscheidung.

Trotz des klaren Rückstands gab der A-Ligist nicht auf, und versuchte sein Glück in der Offensive. Aber ohne Erfolg: Da die Teckstädter im zweiten Durchgang deutlich besser ins Spiel fanden, nutzten sie die offensive Ausrichtung der Gastgeber eiskalt mit fünf weiteren Treffern aus. „Auf dem kleinen Platz konnten wir spielerisch überzeugen“, zeigte sich VfL-Coach Klingler zufrieden. In der Schlussphase hätten sich die Hausherren zwar durchaus einen Ehrentreffer verdient, doch diesen verhinderte der Kirchheimer Schlussmann gleich zweimal. Die Kirchheimer Tore erzielten Ammar Memic (37.), Felix Hummel (40.), Emir Sahdanovic (42.), Marcel Helber (65.), Dennis Flegel (69.), Hakan Aslantas (78./Foulelfmeter), David Schmidt (85.) und Dominik Cseri (87.).

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