Fussball

Ein Winter ohne „Budenzauber“

Fußball Der WFV appelliert an seine Vereine, wegen Corona auf Hallenturniere in dieser Saison zu verzichten.

Solche Bilder wie vom Notzinger Hallenturnier wird es in diesem Winter wegen Corona vermutlich nicht geben.Foto: Mirko Lehnen
Solche Bilder wie vom Notzinger Hallenturnier wird es in diesem Winter wegen Corona vermutlich nicht geben.Foto: Mirko Lehnen

Stuttgart. Trotz der Wiederaufnahme des regulären Spielbetriebs unter Pandemiebedingungen kann man in den Fußball-Amateurligen derzeit von einer Rückkehr in die Normalität noch nicht sprechen. Mit Blick auf den bevorstehenden Herbst und den Winter hat man sich beim Württembergischen Fußballverband (WFV) in den zuständigen Gremien und Ausschüssen intensiv mit dem Hallenspielbetrieb beschäftigt, um rechtzeitig die nötigen Entscheidungen zu treffen.

Auf deren Vorschlag wird in dieser Saison nun in allen Bereichen, den Juniorinnen, Junioren, Frauen und Männern, auf sämtliche Bezirks- und Verbandswettbewerbe in der Halle verzichtet. Betroffen davon sind insbesondere auch der VR-Talentiade-Cup sowie der Sparkassen-Junior-Cup, deren Absage in Abstimmung mit langjährigen Partnern im Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband sowie im Sparkassenverband Baden-Württemberg erfolgt.

Bei dieser Entscheidung haben laut WFV neben organisatorischen auch gesundheitliche Aspekte eine wichtige Rolle gespielt. Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Verband auch seinen Mitgliedsvereinen dringend, im Winterhalbjahr 2020/21 keine privaten Hallenwettbewerbe im Juniorinnen-, Junioren-, Frauen- und Herrenbereich durchzuführen. Aus der Sicht des Verbands liegt der Fokus auf einer möglichst komplikationsfreien Durchführung der regulären Pokal- und Meisterschaftsrunde, um in allen Staffeln und Ligen die Auf- und Abstiegsplätze möglichst auf sportlichem Weg ermitteln zu können.

„Wir sind uns unserer Verantwortung sehr bewusst und wollen keinesfalls einer weiteren Ausbreitung des Infektionsgeschehens Vorschub leisten“, betont der Vorsitzende des Spielausschusses im WFV, Harald Müller. „Die Entscheidung für einen Verzicht auf den Spielbetrieb in der Halle haben wir daher in gro­ßem Einvernehmen getroffen.“ Das Hauptaugenmerk müsse in dieser ohnehin organisatorisch herausfordernden Saison den Meisterschaftsspielen auf dem Feld gehören, sagt Müller. Der Jugendausschussvorsitzende Michael Supper räumt ein, dass der Verzicht für die Vereine auch finanzielle Einschnitte bedeutet.pm

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