Fussball

Kirchheimer behalten die Nerven

Fußball Der VfL Kirchheim zieht nach einem 4:2-Erfolg im Elfmeterschießen gegen Ligakonkurrent TV Nellingen ins Viertelfinale des Bezirkspokals ein. Raus ist hingegen die SG Ohmden/Holzmaden. Von Klaus-Dieter Leib

Der VfL Kirchheim um Kapitän Marcel Helber (rechts) hat allen Grund zum Jubeln. Archiv-Foto: Genio Silviani
Der VfL Kirchheim um Kapitän Marcel Helber (rechts) hat allen Grund zum Jubeln. Archiv-Foto: Genio Silviani

Mit etwas Glück und dank dem hervorragend aufgelegten Nico Nagel zwischen den Pfosten ist der VfL Kirchheim ins Viertelfinale im Fußball-Bezirkspokal eingezogen. Nach einer torlosen Partie gegen Ligakonkurrent TV Nellingen setzten sich die Teckstädter mit 4:2 nach Elfmeterschießen durch. Die SGM Ohmden/Holzmaden hingegen war bei der TSuGV Großbettlingen II nicht gerade vom Glück verfolgt und musste sich am Ende mit 0:2 (0:1) geschlagen geben.

Nach dem Schlusspfiff stand vor allem einer im Fokus - Nico Nagel. Der Kirchheimer Keeper, der gleich zwei Strafstöße parierte, wurde von allen Seiten gelobt. Und das nicht nur von den eigenen Mitspielern: „Der VfL-Keeper war der Matchwinner. Er strahlte eine unheimlich Ruhe aus und hatte darüber hinaus eine tolle Strafbeherrschung“, meinte selbst Nellingens Spielleiter Udo Kressler.

Für VfL-Trainer Michel Forzano ist diese Erkenntnis nichts Neues: „Nico ist für uns ein riesiger Pluspunkt, nicht erst seit heute.“ Dass seine Mannschaft vor allem in der zweiten Halbzeit kein gutes Spiel gemacht hat, störte den VfL-Coach derweil wenig: „In ein paar Tagen interessiert es keinen mehr, wie wir weiter gekommen sind.“

Dabei kam der VfL gut ins Spiel. Der Ball lief flüssig in den eigenen Reihen, lediglich der letzte Pass wollte nie so richtig ankommen. Nach dem Seitenwechsel wurden dann die Gastgeber besser und hatten durch Tobias Dieter (72.) und Nico Riccio (75.) zwei gute Möglichkeiten, doch beides mal strich das Leder knapp am Tor vorbei. Aufregung kurze Zeit später: Dem Nellinger Matthias Reitzle wurde beim Schussversuch im Strafraum auf den Fuß getreten, der Pfiff von Schiedsrichter Kevin Jakob blieb jedoch aus. „Es hätte Elfmeter geben müssen und eine Rote Karte, denn auf einem Foto, das wir vorliegen haben, sieht man genau, wie unser Spieler gefoult wurde“, ärgerte sich der Nellinger Spielleiter.

Der mäßige Auftritt der Teckstädter hat für Coach Forzano einen einfachen Grund: „Der Kunstrasen war recht klein und die Kugel ist gehüpft wie ein Gummiball.“

SGOH nicht zwingend genug

Mehr drin gewesen wäre auch für die SGM Ohmden/Holzmaden, aber die wenigen guten Einschussmöglichkeiten konnten nicht in Tore umgemünzt werden. SGOH-Coach Viktor Oster sah ein wenig berauschendes Spiel: „Es war viel Kampf und Krampf.“ Seine Mannschaft geriet nach 17 Minuten durch Justin Walter in Rückstand. Danach kamen die Gäste besser ins Rollen, spielten sich aber auf dem kleinen Feld zu wenig Torchancen heraus.

„Nach unserer Führung hat die SGM mächtig Druck gemacht“, meinte TSuGV-Coach Christian Aichele. Die besten Möglichkeiten vergaben der eingewechselte Lukas Bezler, der die Latte traf (70.) sowie Mudrik Zare, dessen Kopfball das Großbettlinger Gehäuse nur um Haaresbreite verfehlte (78.). In der Schlussphase setzte die SGOH alles auf eine Karte und wurde folglich eiskalt zum 0:2 durch Denis Brandstetter ausgekontert. In der Nachspielzeit sah dann noch TSuGV-Spieler Patrick Mendy wegen wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (90.+2).

Bis auf den FV Plochingen, der beim A-Ligisten TSV Linsenhofen mit 5:7 im Elfmeterschießen unterlag, erreichten alle Bezirksligisten das Viertelfinale. Eine Partie muss allerdings nach ausgetragen werden. Die SG Eintracht Sirnau und der 1. FC Donzdorf stehen sich erst am kommenden Donnerstag gegenüber. Das Viertelfinale wird am Ostermontag, 13. April, ausgetragen.

Anzeige