Fussball

Meister und Multiplikatoren gesucht

Fußball-Staffeltag Frauen-Landesligist TSV Wendlingen muss mehr Spiele gegen neue Kontrahenten bestreiten.

Wendlngen. Virtuell geht’s schnell. Nach exakt 42 Minuten war der erste digital durchgeführte Staffeltag in der Frauenfußball-Landesliga bereits Geschichte. Fehlende physische Präsenz bei Tagungen bildet in Coronazeiten an und für sich einen weniger schönen Begleiteffekt. Doch sie erbringt auch Positives - der Staffeltag-Ablauf war weder zäh noch inhaltlich übertrieben detailliert. Von eingesparten Fahrtwegen und dem damit verbundenen ökologischen Mehrwert ganz zu schweigen.

Was der einstimmig wiedergewählte Staffel-1-Leiter Ramon Kruse (Schwaikheim) am heimischen Laptop vor laufender Kamera zu berichten wusste, forcierte die gute Laune in der weit im Land verstreuten Klubvertreter-Runde. „Eine handzahme Staffel“ sei die von ihm betreute, schmeichelte er. Kruse wird am 13. September, falls es die Pandemielage zulässt, ein 14er-Feld in den Spielbetrieb schicken. Bedeutet ein Plus von zwei Mannschaften im Vergleich zur Vorsaison sowie die größte Staffelstärke seit der Saison 2012/13 mit ebenfalls 14 Teams.

Der TSV Wendlingen stellt den einzigen Vertreter aus dem Bezirk Neckar/Fils dar. Die Spielgemeinschaft aus Ötlingen und Wendlingen bekommt es dabei mit neuen Kontrahentinnen zu tun, die zudem die geographischen Kenntnisse herausfordern. Gammesfeld beispielsweise ist ein auf dem Hochplateau der Hohenloher Ebene gelegener Ortsteil der Gemeinde Blaufelden. Die dort ansässige SpVgg wurde in der abgebrochenen Punktspielrunde ebenso Quotientenmeister wie der VfB Obertürkheim II und der FV Sontheim/Brenz in den benachbarten Regionenligen. Richtung Verbandsliga ging‘s derweil für den Landesliga-Tabellenersten TGV Dürrenzimmern.

„14 Teams sind das Maximum, wir wollen eine Staffel mit noch mehr Teams unbedingt vermeiden“, stellte José Macias vom Württembergischen Fußballverbandes (WFV), der die virtuelle Zusammenkunft leitete, klar. Dabei wies er auch auf die seitens der Politik vorgelegten Hygieneregeln hin. „Das Beachten der Vorschriften ist alternativlos“, betonte Macias.

Es blieb nicht der einzige Appell. Angelika Fioranelli-Petersohn, WFV-Ausschussvorsitzende für Frauen und Mädchensport, wusste zwar von einer stabilen Teamzahl im Frauenbereich zu berichten, im Mädchensektor halte die Flaute jedoch an. „Spielerinnen sind Multiplikatoren in einem Verein“, gab die Funktionärin die Motivatorin. Reimund Elbe

Bis zu sieben Absteiger sind möglich

Mathematische Grundkenntnisse sind bei den insgesamt sechs komplexen Auf- und Abstiegsszenarien in der Fußball-Landesliga, Staffel 1 unabdingbar. Bis zu sieben Teams könnten im Extremfall am Ende der Saison 2020/21 aus der Landesliga-Staffel 1 in die Regionenligen absteigen - für den Fall, dass aus der Verbandsliga fünf Teams in die Nordstaffel der beiden Landesligen kämen. Im besten Fall reduziert sich die Absteigerzahl auf vier, falls von der nächsthöheren Liga gar kein Zuwachs käme. rei

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