Fussball

TSVW braucht Sieg und Schützenhilfe

Fußball Die abstiegsbedrohte U19 der Weilheimer muss am letzten Spieltag noch zwei Konkurrenten überholen.

Weilheim. Im Sport-Jargon ist oft davon die Rede, dass die Vorzeichen „eher schlecht stehen“. So will man alle vorsichtig darauf vorbereiten, sich lieber keine allzu großen Hoffnungen auf einen Erfolg zu machen. Blickt man vor dem letzten Spieltag auf die Tabelle der Fußball-Verbandsstaffel in der U 19, passt diese Phrase wohl ziemlich genau zur Ausgangslage des TSV Weilheim. Wenn die Limburgstädter den Abstieg in die Bezirksstaffel vermeiden wollen, müssen sie nämlich noch zwei Plätze gutmachen.

Dass die Vorzeichen trotz der schwierigen Lage aber „eher schlecht stehen“ ist in diesem Fall ein Trugschluss. Denn die Weilheimer Nachwuchskicker haben durchaus noch realistische Chancen auf das rettende Ufer. Klar ist: Der TSVW muss sein Spiel beim Tabellenvorletzten GSV Maichingen gewinnen. Sollte dies gelingen, überholen die Weilheimer (27 Punkte) zumindest schon mal den TSV Ilshofen (28) oder die TSG Backnang (29), die sich im direkten Duell gegenüberstehen. Damit der TSVW dann noch einen weiteren Platz gutmacht, muss zusätzlich Gmünd (29) oder Rutesheim (29) verlieren. Vor allem bei den Rutesheimern, die Tabellenführer und Meisterschaftsanwärter FSV Hollenbach erwarten, scheint dieses Szenario nicht ganz abwegig.

„Wir müssen erst mal unser Spiel gewinnen. Wenn das erledigt ist, schauen wir auf die anderen Plätze“, warnt TSVW-Jugendleiter Richard Reisenauer, der aber dennoch nachdrücklich unterstreicht, „dass es dann wahrscheinlich reichen wird“.

Greco als neuer Coach gehandelt

Eine Änderung im Trainerteam gab es derweil vor vier Wochen: Wolfgang Brandner rückte kurzfristig vom Co- zum Cheftrainer auf, weil Erol Sarikoc seinem Amt aus beruflichen Gründen nicht mehr nachgehen konnte. „Erol schichtet, das war dann zeitlich mit dem Trainingsalltag überhaupt nicht mehr unter einen Hut zu bringen“, sagt Reisenauer.

Dass Brandner zur neuen Saison aber wieder gewohnt als „zweiter Mann“ von der Seitenlinie aus fungiert, ist wahrscheinlich. Das Zepter übernehmen soll dann Luca Greco, seit dieser Saison Co-Trainer des Weilheimer Landesliga-Teams. „Luca wird zu 90 Prozent neuer Coach unserer A-Jugend. Er hat mit seiner Art einfach einen guten Draht zu den jungen Spielern, das könnte passen - aber auch nur dann, wenn wir zeitnah einen neuen Co-Trainer für die ‚Erste‘ finden“, bestätigt Reisenauer.

Greco selbst hält sich bedeckt. „Ich werde wohl in Weilheim bleiben. Aber in welcher Funktion, das müssen die Verantwortlichen entscheiden“, so der 34-jährige Italiener.Max Pradler

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