Fussball

Unterm Florian wird‘s heiß hergehen

Fußball Der TV Unterlenningen fürchtet im heutigen Relegationshalbfinale eine verstärkte TSV Oberensingen II.

Mit Köpfchen: Nikolas Allgaier (re.) und der TVU wollen in der Relegation bestehen.Foto: Markus Brändli
Mit Köpfchen: Nikolas Allgaier (re.) und der TVU wollen in der Relegation bestehen.Foto: Markus Brändli

Lenningen. Im ersten Relegationshalbfinale um das letzte Ticket für die Fußball-Kreisliga A, Staffel 2 trifft der TV Unterlenningen am heutigen Mittwoch auf B4-Vizemeister TSV Oberensingen II. Spielbeginn ist um 18.30 Uhr auf dem Sportgelände des TSV Grafenberg im Schatten des erloschenen Vulkans „Florian“.

Der TVU ist in Sachen Abstiegsrelegation ein gebranntes Kind. Vor drei Jahren unterlag die Bühlelf im alles entscheidenden Spiel in Wolfschlugen dem TSV Weilheim II mit 0:1 und musste in die „Sicherheitsliga“. Beim neuerlichen Versuch, die Klasse über den Umweg Relegation zu halten, sind die Voraussetzungen jedoch ganz anders. Hatten die Unterlenninger vor drei Jahren zwei Wochen lang warten müssen, ehe es zum entscheidenden Match kam, werden dieses Jahr bekanntlich zum ersten Mal Halbfinalpaarungen mit den beteiligten Teams ausgespielt. Das Ziel aller ist klar: das Endspiel am 20. Juni in Schlaitdorf.

Die Hürde auf dem Weg dorthin gehen die Unterlenninger selbstbewusst an. Mit 30 Punkten hat die Mannschaft von Trainer Klaus Müller die zu Ende gegangene Rückrunde auf Platz vier beendet. Trotzdem warnt Müller vor dem B-Ligisten aus Oberensingen, der mit Spielern aus dem Landesligakader verstärkt werden könnte, die in der abgelaufenen Runde weniger als 50 Prozent in der Stammelf spielten. „Diese Regel sollte noch einmal überdacht werden“, fordert Müller, „es kann doch nicht sein, dass eine zweite Mannschaft eine ganze Saison lang mit dem gleichen Kader spielt und sich dann im entscheidenden Spiel verstärkt.“ Außerdem passen dem Unterlenninger Übungsleiter die frühe Anstoßzeit und der Austragungsort nicht: „Einen viel weiteren Anfahrtsweg hätte es für uns kaum geben können.“ Am gestrigen Abend gab es auf dem Bühl noch ein lockeres Abschlusstraining. In Grafenberg kann der TV-Coach aus dem Vollen schöpfen, es stehen alle Spieler zur Verfügung.

Klare Ansagen von der TSVO

Oberensingens Trainer Aygün Bozkurt hat vor dem A-Ligisten Respekt: „Unterlenningen hat eine erfahrene Kreisliga-A-Mannschaft.“ Dass es Verstärkungen aus dem Landesliga-Kader geben könnte, verneint Bozkurt übrigens: „Das bringt uns nichts, denn wir haben derzeit ein richtig gut eingespieltes Team.“ In der abgelaufenen Saison gab es für die zweite Oberensinger Mannschaft nur eine Niederlage - am 9. Dezember mit 1:5 bei Türkspor Nürtingen 73, dem späteren Direktaufsteiger.

In der Relegationsrunde gibt es für den TSVO-Trainer nur ein Ziel: „Wir wollen aufsteigen“, sagt Bozkurt. Klaus-Dieter Leib

Drei Fragen an TVU-Abteilungsleiter Marc Schmohl

TVU Abteilungsleiter Marc Schmohl
TVU Abteilungsleiter Marc Schmohl

1. Wenn der TV Unterlenningen in der Relegation scheitert, bleibt die Mannschaft zusammen?

Das kann ich noch nicht sagen, daran will ich gar nicht denken. Nur so viel: Wenn wir den Klassenerhalt schaffen, bleibt der komplette Kader zusammen.

2. Was halten Sie vom neuen Relegationsmodus mit Halbfinale?

Allgemein betrachtet ist es besser, denn jede Mannschaft hat maximal nur noch zwei Spiele. Es ist die gerechtere Lösung, denn in den vergangenen Jahren mussten die B-Ligisten bis zu drei Spiele bestreiten und der A-Ligist zwei Wochen lang auf das entscheidende Spiel warten.

3. Sehen Sie zwischen ihrem Team, der TSV Oberensingen II, der TG Kirchheim und dem TSV Raidwangen einen Favoriten?

Als A-Ligist sind wir zwar leicht favorisiert, aber die Favoritenrolle will ich uns nicht zuschieben. Die B-Ligisten sind drei starke Teams und haben alle drei jeweils weit über 100 Tore erzielt. kdl

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