Fussball

Von der Bundes- bis zur Kreisliga wird gezittert

Relegation setzt Emotionen frei. Symbolbild: Markus Brändli

Relegation Nervenkitzel, Chaos und Drama - all das verspricht die Relegation im Fußball, die mit der Partie des VfB gegen Union Berlin am heutigen Donnerstag den Anfang einer ganzen Serie von Entscheidungsspielen von der Bundesliga bis zur Kreisliga B macht.

Bald ist auch der TSV Weilheim dran - sofern er es in den restlichen drei Landesligaspielen schafft, den Zwei-Punkte-Rückstand auf Platz 13, den momentan Bad Boll innehat, aufzuholen. Dann würde das Relegationsspiel gegen den Gewinner einer Viererrunde der Bezirksliga-Zweiten am 23. Juni auf neutralem Platz in Jesingen steigen.

Aber ist es gerecht? Ist es sportlich fair, den Verlauf einer ganzen Saison von einem einzigen Spiel abhängig zu machen? Möglicherweise von einem Lattenschuss, einem unabsichtlichen Handspiel, einem falschen Schiedsrichter-Pfiff? Müßig, darüber zu sinnieren. Die Regeln sind nun mal so.

Denen müssten sich auch die SG Erkenbrechtsweiler Hochwang oder der TV Neidlingen im Abstiegskampf der Bezirksliga beugen, wenn sie bei vier beziehungsweise sechs Punkten Vorsprung wider Erwarten noch vom FTSV Kuchen eingeholt werden sollten. Ansonsten beginnt die Relegationsrunde ohne Teck-Beteiligung am 14. Juni in Oberboihingen.

In der Kreisliga A geht für die Teckvereine nach oben nichts mehr. Aber dafür verstärkt nach unten. Catania Kirchheim ist abgestiegen, der TSV Ötlingen so gut wie. Der SV Nabern muss noch ein bisschen zittern. Dagegen hängt der TV Unterlenningen nach der jüngsten 0:3-Pleite in Jesingen wieder schwer in den Relegations-Seilen. Sollte es bei Platz zwölf bleiben, steigt das Halbfinale am 12. Juni in Grafenberg voraussichtlich gegen B-4-Vizemeister TSV Oberensingen II.

Im zweiten Halbfinale würden sich nach derzeitigem Stand am 13. Juni in Großbettlingen die TG Kirchheim als Vizemeister der Staffel 6 und der TSV Raidwangen, Zweiter der Staffel 5, gegenüberstehen. Das Endspiel steigt am 20. Juni in Schlaitdorf - in Stuttgart und Berlin werden Nervenkitzel, Chaos und Drama dann schon längst beendet sein. Klaus Schlütter

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