Fussball

Wirkungstreffer nach 57 Sekunden

WFV-Pokal Die U19 des VfL Kirchheim findet beim 1:7 im Halbfinale in der SG Sonnenhof-Großaspach ihren Meister.

Großaspach. Euphorie folgt manchmal Melancholie. Bittere Erkenntnis für die A-Junioren des VfL Kirchheim sechs Tage nach dem „magischen Abend“ (VfL-Siegtorschütze Noah Schadt) gegen den Bundesligisten SSV Ulm im Viertelfinale des WFV-Pokals. Am Dienstagabend ging die Cup-Reise der A-Junioren zu Ende. Das 1:7 (0:3) beim Oberliga-Aufsteiger SG Sonnenhof-Großaspach: Eine Niederlage der unerwartet heftigen Sorte. Mit dem Halbfinal-Aus in der 10 000 Zuschauer fassenden Arena im Fautenhau platzte für die Teckstädter auch der Traum von der Teilnahme am DFB-Pokal.

Manchmal werden Partien bereits nach wenigen Augenblicken vorentschieden. Nicht einmal eine Minute war im Stadion des Drittliga-Absteigers vergangen, als die weit aufgerückten Kirchheimer in der Offensive den Ball verloren und Daniel Klemm locker zum 1:0 für die SG einschob. „Gegen ein Kaliber wie die SG war das natürlich der schlechteste Start ins Spiel“, konstatierte VfL-Jugendleiter Christopher Andrä nach dem Schlusspfiff zerknirscht.

Dabei hatte sich das SG-Trainerduo Markus Lang und Markus Nohl akribisch auf die Partie vorbereitet, war sechs Tage zuvor live beim VfL-Coup gegen Ulm per Elfer-Drama an der Jesinger Allee gewesen. Die Kirchheimer wurden also ernst genommen - was nicht zu deren Vorteil gereichte. Entsprechend gnadenlos gingen die Gastgeber nämlich zu Werke. Besonders Angreifer Flavio Santoro stellte mit seiner Offensivpräsenz die Kirchheimer Defensive auf die Probe. Noch vor der Pause stand es folglich 3:0. Die beste Phase hatte der VfL direkt nach der Pause, baute Druck auf, kombinierte fein und brachte sich immer mal wieder in aussichtsreiche Positionen.

Ein zunächst korrekterweise nicht gegebener Treffer (Andrä: „Im Video war das Abseits klar zu erkennen“) brachte einen ersten Fingerzeig, das Tor durch David Schmidt 22 Minuten vor Schluss verschaffte gar einen Hauch von Hoffnung. Der überragende Santoro läutete mit dem 4:1 fünf Minuten später allerdings das Finale zuungunsten der Kirchheimer ein. Fazit der 90 Minuten von Aspach: Die SG steht im Finale, wo entweder der VfL Nagold oder der FC Heidenheim wartet, die VfL-Youngster sind um einige Erfahrungen reicher.Reimund Elbe

Spielstenogramm

Tore: 1:0 Daniel Klemm (1.), 2:0 Semi Bahran (32.), 3:0 Flavio Santoro (45.), 3:1 David Schmidt (68.), 4:1 Flavio Santoro (73.), 5:1 Liam Ziegler (84.), 6:1 Falvio Santoro (85.), 7:1 Nikola Specht (90+2)

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