Handball Landesliga

Da war doch was

Handball-Landesliga Der VfL Kirchheim hat mit dem heutigen Gast aus Bettringen noch eine alte Rechnung offen. Kapitän Roman Keller fehlt nach Vaterfreuden unter der Woche.

Dominik Merkle (Mitte) und der VfL wollen sich gegen Bettringen für die Relegations-Schmach vor zwei Jahren revanchieren.Foto: M
Dominik Merkle (Mitte) und der VfL wollen sich gegen Bettringen für die Relegations-Schmach vor zwei Jahren revanchieren.Foto: Markus Brändli

Die Landesliga-Handballer des VfL Kirchheim kämpfen heute Abend ab 19.30 Uhr gegen Mitaufsteiger SG Bettringen um den dritten Heimsieg in Folge. Nach dem 42:32-Sieg in Ravensburg könnten die Kirchheimer ihrem bisher gelungenen Saisonstart ein weiteres Kapitel hinzufügen und sich damit im vorderen Tabellendrittel einnisten. Gegner Bettringen, in der vergangenen Saison souveräner Meister der Bezirksliga Stauferland, steht nach fünf Spielen mit einem ausgeglichenen Punktekonto auf Platz neun. Zwei Auftaktsiegen gegen Feldkirch und Steinheim folgten Niederlagen gegen Biberach und Reichenbach. Am vergangenen Wochenende teilten sich die Bettringer zu Hause die Punkte gegen das bis dahin erfolglose HT Uhingen/Holzhausen. Am Ende einer sehr harten Partie musste die SG das Unentschieden jedoch als Punktgewinn betrachten.

Für die Blauen aus Kirchheim ist die SG kein unbekannter Gegner. Jedoch einer, an den man keine guten Erinnerungen hat. Als die Teckstädter in der Bezirksliga-Saison 2015/16 den zweiten Platz hinter Aufsteiger Hegensberg-Liebersbronn belegten, ging es als Vizemeister und Pokalsieger in die Aufstiegsrelegation zur Landesliga. Gegner in der ersten Runde war Bettringen. Nachdem der VfL das Hinspiel zu Hause trotz zwischenzeitlicher Acht-Tore-Führung nur knapp mit 25:23 gewonnen hatte, verlor man in Bettringen nach turbulentem Spiel mit 25:35. Somit war bereits nach der ersten Runde Schluss, während der Gegner am Ende den Aufstieg feierte. Nach nur einem Jahr ging es für die SG allerdings wieder zurück in die Bezirksliga, um nur eine Saison später gemeinsam mit dem VfL erneut aufzusteigen.

Die Kirchheimer haben folglich noch eine Rechnung offen. Zwar hat sich die Mannschaft der SG seitdem auf mehreren Positionen verändert, an der geplanten Marschroute des VfL ändert dies jedoch nichts. Man will den vierten Sieg in Serie, auch wenn der Gegner ein ähnlich temporeiches Spiel pflegt wie zuletzt die Gastgeber. Kirchheims Spielmacher Dominik Merkle fand bereits in Ravensburg die passenden Worte: „Wenn wir hinten sicher stehen, ergibt sich der Rest von alleine.“ Fehlen wird auf Kirchheimer Seite erneut Kapitän Roman Keller, der sich unter der Woche zum zweiten Mal über Nachwuchs freuen durfte. Auch auf Kevin Hsu, Neuzugang auf der Torhüterposition, muss der VfL in den kommenden drei Wochen verzichten. Der Keeper mit chinesischen Wurzeln ist in einem lange geplanten Heimaturlaub. Der Vorteil: Mit Ausfällen weiß man unter der Teck inzwischen umzugehen.jm

So wollen sie spielen

VfL Kirchheim: Latzel, U. Hamann, Pradler, Mikolaj, Sadowski, Real, Schwarzbauer, Hesener, Schenk, Merkle, Böck, Habermeier, Rudolph, T. Hamann

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