Handball Landesliga

Den Druck hat der Gegner

Handball-Landesliga Der VfL Kirchheim kann sein beruhigendes Punktepolster heute in Vöhringen ausbauen. Gastgeber SC muss den Aufstiegsplatz verteidigen.

Quer legen für den Aufstieg: Martin Rudolph und der VfL können in Vöhringen heute den nächsten Schritt setzen.Foto: Markus Bränd
Quer legen für den Aufstieg: Martin Rudolph und der VfL können in Vöhringen heute den nächsten Schritt setzen.Foto: Markus Brändli

Die Landesliga-Handballer des VfL Kirchheim erwartet nach sechs Siegen in Folge heute ab 19.30 Uhr das Auswärtsspiel beim Tabellenvierten SC Vöhringen. Eine zumindest auf dem Papier deutlich schwerere Aufgabe als beim glanzlosen 25:17-Heimsieg gegen die SG Lauterstein am vergangenen Wochenende.

Das Beruhigende aus Kirchheimer Sicht: Für den VfL könnte es im Moment kaum besser laufen. Platz zwei nach 17 von 26 Saisonspielen, auf Platz fünf, den ers­ten möglichen „Nichtaufstiegsplatz“ in Richtung Verbandsliga, sind es bereits acht Punkte Vorsprung. Auch auf den heutigen Gegner Vöhringen ist das Polster schon sechs Zähler dick. Das lädt zum Ausruhen ein, doch VfL-Trainer Engelbert Eisenbeil ist überzeugt, dass jeder in der Mannschaft die Gefahr, die dahintersteckt, erkennt. Deshalb wird in den Trainingseinheiten auch weiterhin Vollgas gegeben, um den Platz unter den ersten vier der Tabelle, die am Saisonende aufsteigen werden, zu halten.

Dasselbe gilt natürlich auch für den heutigen Gegner. Nach der überraschenden 28:30-Niederlage bei der abstiegsbedrohten TSG Söflingen 2 ist Platz vier bei den Vöhringern plötzlich in Gefahr. Denn direkt hinter dem SC lauert die HSG Bargau/Bettringen mit nur zwei Minuspunkten mehr auf dem Konto. Für die Vöhringer heißt das: Sie sind heute Abend zum Siegen verdammt, bei einer Niederlage wären sie ihren Platz womöglich los.

Doch auch der VfL kann dieser Situation etwas Positives abgewinnen: Man weiß genau, was einen in Vöhringen erwartet. Vor allem gegen die gefährliche Offensive mit dem Toptorschützen Valentin Istoc und gegen die physisch starke Abwehr des Sportclubs muss die Kirchheimer Mannschaft ein Mittel finden. Beim 34:27-Heimsieg im Hinspiel ist das geglückt. Dafür haben die Kirchheimer die Vöhringer Halle weniger gut in Erinnerung. In der vergangenen Saison gab es dort eine 23:28-Niederlage.

Verzichten muss Eisenbeil heute Abend im Vöhringer Sportpark auf Kreisläufer Tim Hamann, der sich am vergangenen Spieltag eine Gehirnerschütterung zuzog und für mindestens zwei Wochen ausfällt. Auch die beiden Linksaußen Julian Mikolaj und Dominik Burkardt konnten wegen einer Erkältung unter der Woche nicht trainieren. Ob für sie ein Einsatz heute infrage kommt, kann wohl erst kurz vor Spielbeginn beantwortet werden. jm

 

So wollen sie spielen
VfL Kirchheim: Oßwald, Hsu, Mikolaj, Burk­hardt, Klein, Rudolph, Böck, Real, Schwarzbauer, Merkle, M. Hamann, L. Hamann, Sott, Habermeier, Schenk

Große Verletzungssorgen bei den Gästen

Vöhringens Trainer Johannes Stegmann muss im Landesliga-Duell mit dem VfL Kirchheim erfinderisch sein. Neben dem langzeitverletzten Spielmacher Jonas Hildebrand steht hinter gleich neun Namen heute Abend ein Fragezeichen, darunter mit Valentin Istoc auch der bisherige Toptorjäger des SC.

Stegmann zeigt viel Respekt vor den Gästen aus dem Albvorland: „Die Kirchheimer verfügen über eine sehr ausgeglichene Mannschaft, in der jeder Einzelne enorme Torgefahr ausstrahlt,“ sagt Vöhringens Trainer. „Sie agieren hervorragend zusammen und glänzen durch Disziplin und ein ausgefeiltes Spiel über ihre Kreisläufer.“tb

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