Handball Landesliga

Der Aufsteiger will auch das Schlusslicht auspusten

Handball-Landesliga Der VfL Kirchheim peilt im zweiten Auswärtsspiel der Saison beim kriselnden TSB Ravensburg den ersten Sieg in fremder Halle an.

Zweiter Anlauf auf den ersten Auswärtssieg: Dominik Merkle und der VfL wollen in Ravensburg gewinnen. Foto: Markus Brändli
Zweiter Anlauf auf den ersten Auswärtssieg: Dominik Merkle und der VfL wollen in Ravensburg gewinnen. Foto: Markus Brändli

Die Handballer des VfL Kirchheim bestreiten am heutigen Samstag ihr zweites Auswärtsspiel der Saison. Um 18 Uhr gastiert der Aufsteiger bei Tabellenschlusslicht TSB Ravensburg.

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Während der VfL mit zwei Siegen und einer Niederlage zufriedenstellend in die Saison gestartet ist, sieht die Lage beim TSB anders aus. Mit drei Niederlagen am Stück, davon zwei in eigener Halle, stehen die „Rams“ bereits unter Zugzwang. Allerdings hatten die Ravensburger mit den Teams aus Biberach, Steinheim und Reichenbach bisher nur Gegner, die am Ende der Saison in vorderen Tabellenregionen zu finden sein dürften.

Deshalb lassen sich die Teckstädter nicht durch den aktuellen Tabellenplatz blenden. Im Gegenteil - die Blauhemden möchten möglichst jedem Kontrahenten ihr eigenes Spiel aufzwingen und sich nicht der Taktik des Gegenübers anpassen.

Dazu gehört die Abwehr des Aufsteigers, die in den vergangenen Jahren immer das Aushängeschild war und am Ende jeder Saison zu den besten der Liga zählte. Doch dadurch allein werden keine Spiele gewonnen - auch im Angriff gilt es, wieder mit Tempo und Entschlossenheit in die Aktionen zu gehen. Des Weiteren müssen die Spieler an die Leistungsgrenze gehen, um den ersten Auswärtserfolg einzufahren.

Dass dies nicht, wie noch in der Bezirksliga, mit zehn bis 20 Prozent weniger Einsatz funktioniert, sah man beim Gastspiel in Vöhringen. Dort ließen die Kirchheimer leichtfertig beide Punkte liegen.

Entspannung im Tor

Was den Kader anbelangt, kann die Tecksieben nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Kapitän Roman Keller wird Trainer Engelbert Eisenbeil nicht zur Verfügung stehen - im Hause Keller wird Nachwuchs erwartet. Etwas besser sieht es momentan auf der Torhüterposition aus. Mit Kevin Hsu konnte man kurzfristig auf die Verletzen und die Urlaubsmisere reagieren. Hsu verfügt bereits über Erfahrungen aus höheren Ligen. Bis zum Ende der vergangenen Saison stand er noch bei Landesligameister HSG Ostfildern im Tor, davor lief er auch schon für den TV Plochingen auf.

Hinter dem Gegner aus Ravensburg liegt ein spielfreies Wochenende, weshalb Cheftrainer Levente Farkas den Fokus in den vergangenen beiden Wochen ganz auf das Training legen konnte. Gegen Kirchheim muss Farkas auf Tim Langlois, Sascha Schirmer und Ole Gohmann verzichten, die verletzungs- und berufsbedingt nicht dabei sind. jm/pm

so wollen sie spielen

VfL Kirchheim: Latzel, Hsu, Mikolaj, Pradler, Sadowski, Schenk, Hesener, Merkle, Schwarzbauer, Böck, Real, Rudolph, Habermeier