Handball Landesliga

Der Schalter im Kopf

Handball-Landesliga Nach dem Überraschungserfolg gegen Spitzenreiter Reichenbach muss der VfL im letzten Spiel des Jahres heute zeigen, dass er auch einen Aufsteiger schlagen kann.

Martin Rudolph (mit Ball) und der VfL könnten das Jahr heute Abend mit dem zehnten Saisonsieg beenden.Foto: Markus Brändli
Martin Rudolph (mit Ball) und der VfL könnten das Jahr heute Abend mit dem zehnten Saisonsieg beenden.Foto: Markus Brändli

Letztes Spiel in diesem Jahr für die Handballer des VfL Kirchheim: Der Tabellen­dritte der Landesliga ist heute Abend ab 20.30 Uhr in der Talsporthalle beim Aufsteiger SG Hofen/Hüttlingen zu Gast. Dabei dürfte es für die Tecksieben schwer werden, das vergangene Wochenende noch zu toppen. Mit einem fulminanten 27:19 stießen die Kirchheimer Topfavorit TV Reichenbach von der Tabellenspitze. Mit einem weiteren Sieg heute Abend in der Fremde könnte die Mannschaft von Trainer Engelbert Eisenbeil eine erfolgreiche Hinrunde krönen.

An Selbstvertrauen dürfte es dem VfL dabei nicht mangeln. Dafür sorgte der überraschend klare Erfolg gegen Reichenbach, der einer kompakten Mannschaftsleistung zu verdanken war. Gerade in der Defensive zeigt sich der VfL im Moment stark verbessert. Wollte man eine Schwachstelle in der Kirchheimer Mannschaft ausmachen, dann ist es allenfalls der leichtfertige Umgang mit hochkarätigen Chancen. Die gute Stimmung in der Mannschaft hielt sich auch unter der Woche im Training. Eisenbeils Aufgabe war es deshalb, diesen Schwung mitzunehmen, ohne den nötigen Ernst auf der Strecke zu lassen. Wie immer nach umjubelten Erfolgen heißt es, den Schalter im Kopf zu finden und die neue Aufgabe konzentriert anzugehen.

Mit Aufsteiger SG Hofen/Hüttlingen wartet heute eine sehr junge Mannschaft als Gegner, die sich mit 10:12 Punkten in der Landesliga bisher bemerkenswert gut aus der Affäre zieht. Der gerechte Lohn für das Trainergespann Adam/Pharion und das Team ist der achte Tabellenplatz zurzeit. Beide Verantwortliche wissen jedoch: Der sichere Klassenerhalt ist das noch lange nicht. Der Abstand zu den Abstiegsplätzen beträgt im Moment lediglich fünf Punkte. Die SG braucht also auch weiterhin jeden Zähler und dürfte vor eigenem Publikum heute Abend entsprechend motiviert zu Werke gehen.

Furcht braucht auf Kirchheimer Seite niemand zu haben, Respekt allerdings schon. Nach der starken Vorstellung vergangene Woche geht der VfL als klarer Favorit ins Samstagabendspiel, zumal Eisenbeil, wie schon zuletzt, seiner stärksten Formation vertrauen kann. Lediglich Torhüter Kevin Hsu fehlte im Abschlusstraining aufgrund einer Erkältung. Ob er wird spielen können, dürfte sich erst kurz vor Spielbeginn entscheiden. jm

So wollen sie spielen

VfL Kirchheim: Hsu, Osswald, Mikolaj, Habermeier, Sott, Real, Schenk, Schwarzbauer, Burkhardt, Rudolph, T. Hamann, M. Hamann, ­L. Hamann, Böck, Merkl

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