Handball Landesliga

Die Festung ist gefallen

Handball Beim 30:32 gegen den TV Steinheim verliert der VfL Kirchheim erstmals seit dem 9. Januar 2016 wieder ein Spiel in der heimischen Walter-Jacob-Halle.

Mit sechs Treffern bester Kirchheimer bei der Pleite gegen Steinheim: Martin Rudolph. Foto: Markus Brändli
Mit sechs Treffern bester Kirchheimer bei der Pleite gegen Steinheim: Martin Rudolph. Foto: Markus Brändli

Nach knapp drei Jahren haben die Handballer des VfL Kirchheim wieder ein Heimspiel verloren. Gezeichnet von den Strapazen der vergangenen Wochen unterlag die Mannschaft von Trainer Engelbert Eisenbeil im Landesligaduell dem TV Steinheim mit 30:32.

Seit dem 9. Januar 2016 hatte der VfL kein Heimspiel mehr verloren. Dass es am späten Sonntagnachmittag mal wieder passiert ist, lag mit Sicherheit auch an den kräftezehrenden Niederlagen der vergangenen Wochen. Dabei waren die Hausherren gut in die Partie gestartet: Über ein 3:1 sah man sich nach zehn gespielten Minuten mit 6:4 in Führung. Anschließend sollten es jedoch die Steinheimer sein, die das Spielgeschehen dominierten. Der VfL verfiel zusehends in das Muster der vergangenen Wochen und gab wieder zu viele Bälle leichtfertig her. Die spielerische Leichtigkeit, und vor allem der unbedingte Siegeswille war wie bereits zuletzt komplett abhandengekommen. Wenig überraschend konnten die Gäste aus Steinheim an der Albuch fortan vorlegen, während die Teckstädter bemüht waren, Anschluss zu halten. Beim 8:7 durch Maximilian Rau gingen die Gäste erstmals in Führung und bauten diese bis zur Halbzeit auf 18:15 aus.

Wie entfesselt kamen die Kircheimer dann aus der Kabine. Fast schon wie zu besten Zeiten präsentierten sich die Gastgeber in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit. Mit einem 5:0-Lauf war der Rückstand innerhalb von fünf Minuten egalisiert und man lag sogar mit 20:18 in Führung.

Allerdings sollte sich das Aufbäumen nur als Strohfeuer entpuppen. Der starken Phase folgte eine ebenso schwache, welche die Gäste vom Albbuch nutzten, um ihrerseits wieder in Führung zu gehen. Beim 30:27 für Steinheim in der 52. Minute lagen die VfL-Handballer wieder mit drei Toren zurück und konnten diesen Rückstand bis zum Spielende auch nicht mehr aufholen.

Viel mehr als die körperliche Verfassung oder die Personalnot, scheint aktuell die mentale Komponente der Knackpunkt für die Misere zu sein. Dies gilt es schleunigst aufzuarbeiten, will man nicht in den hinteren Bereich der Tabelle rutschen - aktuell ist der Aufsteiger Achter.dp

Spielstenogramm

VfL Kirchheim: Pradler, Mikolaj (4/4), Böck (5), Rudolph (6), Merkle (2), Keller (4/2), Schenk (3), Hesener (2), Real (2), Schwarzbauer (1), Sadowski, Hamann

TV Steinheim: Hungerbühler (5), Eisele, Fitzke (4), Mewik (6), Herbrik, K. Nissle (1), Bühler, Kolb, Dommer, T. Nissle (4), Weiß (1), Rau (9), Maier. Baur (2)

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