Handball Landesliga

Eisenbeil muss den Mangel verwalten

Handball Der VfL startet heute gegen Altenstadt mit einer Rumpfmannschaft im Pokal.

Viele Urlauber und Verletzte: VfL-Trainer Engelbert Eisenbeil muss improvisieren.Foto: Brändli
Viele Urlauber und Verletzte: VfL-Trainer Engelbert Eisenbeil muss improvisieren.Foto: Brändli

Kirchheim. Für die Handballer des VfL Kirchheim beginnt am heutigen Dienstag nach langer Vorbereitung der Ernstfall. Der VfL trifft in der ersten Runde des HVW-Pokals um 20.15 Uhr in der Walter-Jacob-Halle auf den letztjährigen Landesliga-Meister TV Altenstadt. Die Erwartungen sind auf Kirchheimer Seite allerdings äußerst gedämpft. Neben den Verletzten Dominik Merkle und Thimo Böck wird dem VfL mit Julian Mikolaj, Dominik Burkhardt, Josua Schenk, Jakob Klein, Robin Habermeier, Nico Heilemann und Steffen Kuschina mehr als die halbe Mannschaft fehlen. Einziger Ersatz wird Patrick Lippkau aus der zweiten Mannschaft sein.

Keine guten Voraussetzungen also gegen einen Gegner, gegen den der VfL in der vergangenen Saison immerhin eine fast ausgeglichene Bilanz verzeichnete. Beim 18:26 im Hinspiel war Altenstadts Toptorschütze Piotr Bielec herausragender Akteur. Im Rückspiel sicherte ein überragender Oliver Latzel im Kirchheimer Tor seiner Mannschaft einen 27:23-Erfolg. Beide Spieler sind in diesem Jahr nicht mehr an Bord. Beim TV Altenstadt bilden der erfahrene Torhüter Ionut Torica, Spielmacher Oliver Köppel und Allrounder Tarkan Girgin das Rückgrat in der neuen Saison.

Beim Köngener Vesalius-Cup, wo beide Gegner bereits am vergangenen Samstag aufeinandertrafen, war diese Achse nur schwer zu kontrollieren. In Köngen ging Altenstadt mit einem 12:10 als Sieger vom Feld. Der TV unterlag danach erst im Halbfinale dem späteren Turniersieger SKV Unterensingen. Für den dezimierten VfL war nach zwei weiteren Niederlagen gegen den CVJM Möglingen und Landesliga-Aufsteiger TSV Denkendorf bereits nach der Gruppenphase Schluss. Den einzigen Sieg beim wichtigsten Vorbereitungsturnier in der Region feierten die Kirchheimer gegen Außenseiter SKV Unterensingen II, der in der Bezirksklasse antritt.

Für den letztjährigen Pokalschreck VfL gilt es heute also, angesichts der dünnen Personaldecke die erste Runde irgendwie zu überstehen. Trainer Engelbert Eisenbeil setzt dabei auf eine aggressive Abwehr, die aus dem Gegenstoßspiel heraus zu möglichst einfachen Toren kommen soll. Das Spiel gegen den Meister ist wie immer beim Pokalauftakt die Generalprobe vor dem Saisonstart am 14. September und damit auch letzte Gelegenheit, möglicherweise noch fehlendes Selbstvertrauen zu tanken.khs

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