Handball Landesliga

Kirchheimer erleben auf der Ostalb ihr Waterloo

Handball-Landesliga Der VfL verliert nach mangelhafter Chancenverwertung mit 26:36 beim TV Steinheim.

Die Kirchheimer um Trainer Engelbert Eisenbeil fanden in Steinheim kein probates Mittel. Foto: Thomas Kaltenecker
Die Kirchheimer um Trainer Engelbert Eisenbeil fanden in Steinheim kein probates Mittel. Foto: Thomas Kaltenecker

Steinheim. Die Handballer des VfL Kirchheim haben das Spitzenspiel der Landesliga beim TV Steinheim deutlich mit 26:36 (16:20) verloren. Hauptgründe für die zweite Niederlage im elften Saisonspiel waren zu viele Unterzahlsituationen in der ersten Hälfte sowie eine unterirdische Chancenverwertung - kein gutes Omen für die nächste Aufgabe, die bereits ihre Schatten vorauswirft: Am kommenden Samstag erwartet der VfL Spitzenreiter TV Reichenbach in der Walter-Jacob-Halle.

In der Steinheimer Wentalhalle hatte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel entwickelt, in dem die Führung ständig wechselte. Bis zum 11:11 gut zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff blieben die Kirchheimer dran, ehe sich ein paar kleine Fehler einschlichen, die die Gastgeber sofort ausnutzen konnten. Erschwerend hinzu kam die aus Kirchheimer Sicht etwas unklare Linie der Schiedsrichter, wodurch die „Blauhemden“ in der ersten Halbzeit sechsmal in Unterzahl agieren mussten - die Vier-Tore-Führung der Steinheimer zur Pause (20:16) war vor diesem Hintergrund wenig überraschend.

Obwohl sich die Kirchheimer in der Kabine auf eine kämpferische zweite Halbzeit eingeschworen hatten, wurde nach dem Seitenwechsel die große Schwäche der Teck-Handballer an diesem Abend sichtbar: Klarste Torchancen wurden reihenweise vergeben. Während der VfL mit einer Trefferquote von unter 50 Prozent enttäuschte, waren die Gastgeber deutlich abgezockter im Torabschluss.

So nahm das Debakel seinen Lauf. Über 24:18 baute die Mannschaft von der Ostalb ihren Vorsprung 15 Minuten vor Spielende auf 27:20 aus - die Vorentscheidung. Zwar kämpften die Kirchheimer weiter gegen die drohende Niederlage, doch blieb die Chancenverwertung zu schlecht, um tatsächlich eine Wende herbeizuführen. Im Gegenteil: Die Steinheimer bauten die Führung bis zum 36:26-Endstand auf zehn Tore aus.

Entsprechend groß war die Enttäuschung bei den Kirchheimern um Kapitän Robin Habermaier , die sich als spielerisch ebenbürtiger Gegner deutlich unter Wert verkaufen. Allerdings war allen Beteiligten auf VfL-Seite klar, dass mit einer derartigen Angriffsleistung kein Spiel in dieser Liga gewonnen werden kann. jm

Spielstenogramm
TV Steinheim: Kieser (2), Herbrik, Mewitz (6), Kaumann (4), Nissle (5), Bühler, Wittlinger (5/1), Bauer (1), Maier, Anlauf (2), Kolb (4), Hungerbühler (3), Stängle, A. Herbrik (4)
VfL Kirchheim: Osswald, Hsu, Mikolaj (1), M. Hamann (1), T. Hamann, Sott (5), Böck (3), Burkhardt (1), Habermeier (6/1), Merkle (2/1), Schwarzbauer (1), Real (1), Rudolph (5)

Zuschauer gehen VfL-Trainer Eisenbeil an

Negativer Höhepunkt der Partie war das Verhalten einiger Steinheimer Zuschauer, die bereits während des Spiels mit hämischen Kommentaren gegenüber VfL-Spielern aufgefallen waren. Außerdem wurde Kirchheims Trainer Engelbert Eisenbeil mehrfach übel beleidigt, was dieser nach Spielende klären wollte und daraufhin laut Kirchheimer Angaben körperlich angegangen worden ist.

Erstaunlich gelassen reagieren die Kirchheimer Verantwortlichen auf die Vorfälle, die der VfL nicht beim Sportgericht anzeigen wird. „Auf so ein Niveau begeben wir uns nicht“, so Abteilungsleiter Uwe Hamann, „wir hoffen, dass die Steinheimer ihre Fans in den Griff bekommen und alles andere klären wir im Rückspiel auf sportlichem Wege.“ pet

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