Handball Landesliga

Konsequente Abwehrarbeit als Schlüssel zum Erfolg

Handball Die Frauen der HSG OLE gewinnen zum Landesligaauftakt zu Hause gegen Mitaufsteiger Nagold 23:19.

Erfolgreich gegen die „blaue“ Wand: Die HSG hat gegen Nagold einen Kampfsieg gelandet. Foto: Markus Brändli
Erfolgreich gegen die „blaue“ Wand: Die HSG hat gegen Nagold einen Kampfsieg gelandet. Foto: Markus Brändli

Lenningen. In einer Saison wie dieser gilt es schnellstmöglich Punkte zu sammeln, um auf alle Corona-bedingten Eventualitäten vorbereitet zu sein - der erste Schritt ist den Handballerinnen der HSG Owen-Lenningen gelungen. Im Aufsteiger-Duell gegen den VfL Nagold gab es daheim einen 23:19-(13:13)-Sieg und damit einen gelungenen Einstand in der Landesliga.

Die Nervosität war beiden Teams - nach 216 ligafreien Tagen und damit einer sehr langen Vorbereitung - zu Beginn deutlich anzumerken. Es dauerte ganze vier Minuten, ehe das erste Tor fiel. In diesem Fall über Rechtsaußen durch Alisa Kübler für den VfL Nagold. Die Antwort gelang Katja Schur jedoch postwendend acht Sekunden später. Fortan kamen die Täles-Handballerinnen besser ins Spiel. Ann-Kathrin Schmid, Shari Weber und abermals Katja Schur trafen für die HSG - hinten hielten eine engagierte Abwehr sowie eine gute Torhüterleistung von Jana Reichle den Gegner in Zaum. In der zwölften Spielminute führten die Gastgeberinnen somit erstmals mit vier Toren (5:1).

Nun kam der VfL jedoch besser ins Spiel. Begünstigt durch technische Fehler sowie verfrühte und unvorbereitete Abschlüsse in der HSG-Offensive kamen die Gäste Tor für Tor heran. Dem sehr jungen und schnellen gegnerischen Team gelangen entweder direkt die Konter. Alternativ „wieselte“ sich Sophie Reime durch die Abwehrreihen des Gastgebers und traf ein ums andere Mal. In der Folge gab es ein munteres Auf und Ab - mit leichtem Oberwasser für die Nagolderinnen. Kurz vor dem Pausenpfiff war Sandra Ebner nur noch durch ein Foul zu stoppen und holte damit einen Siebenmeter heraus. Diesen verwandelte Ann-Kathrin Schmid sicher - 13:13 zur Halbzeit.

Nach einer entsprechenden Ansprache des Trainergespanns Markus Weisl/Markus Hornung besann sich das Teck-Team nach dem Seitenwechsel auf die eigenen Tugenden: eine hart geführte Abwehr. Hinzu kam eine starke Leistung von HSG-Keeperin Lisa Kullen. Der Lohn: zehn gegentorlose Minuten sowie insgesamt nur sechs Gegentreffer in Durchgang zwei - der Grundstein für die eigenen Offensiv-Bemühungen. Den Anfang machte Leonie Wahlicht von Rechtaußen mit ihrem Treffer zum 14:13 (32.). Zur 42. Spielminute war eine Drei-Tore-Führung heraus gespielt. Der VfL Nagold richtete sich fortan offensiver aus, was, anstatt die HSG zu bremsen, die notwendigen Räume für unter anderem Alicia Tegethoff und ihren Treffer zum 21:17 (47.) schuf. Auch zwei Auszeiten von VfL-Coach Markus Renz konnten die Gastgeberinnen nicht mehr aus dem Tritt bringen, sodass am Ende ein 23:19-Sieg auf der Anzeigetafel der ansonsten leeren Lenninger Sporthalle stand. Erfreulich dennoch das Interesse: vor bis zu 80 Bildschirmen wurde der Partie im Livestream gefolgt, den die HSG auf ihrer Facebook-Seite eingerichtet hatte jr

Spielstenogramm

HSG OLE: Kullen, Reichle - Dangel, Schur (4), Ebner (4), Kazmaier (1), Weber (1), Oelsner, Tegethoff (1), Wannenwetsch, Ringelspacher (1), Wahlicht (3), Schmid (7/4), Maier (1)

VfL Nagold: Ciornei - Maser, Reime (6), Wolf (1), Klußmann, Österlen (1), Harr (1), Buric (1), Kübler (3), Dengler (1), Theurer, Rau (4/2), Hofmann (1), Dürr

Schiedsrichter: Tom Breternitz (Plochingen)

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