Handball Landesliga

Mehr Konzentration, weniger Schlendrian

Handball-Landesliga Für den VfL Kirchheim beginnt das Jahr mit einem Heimspiel heute Abend gegen Vöhringen.

Symbolbild

Kirchheim. Nach dem knappen Aus im Viertelfinale des HVW-Pokals mit einem 20:24 bei der SG Ober-/Unterhausen steht für die Landesliga-Handballer des VfL Kirchheim heute Abend das erste Liga-Heimspiel im neuen Jahr auf dem Programm. Um 19.30 Uhr empfangen die Blauen den Tabellensechsten, SC Vöhringen, in der Walter-Jacob-Halle.

Nach dem Einzug ins Pokal-Final-Four vor einem Jahr war man beim VfL nach der knappe Niederlage im Viertelfinale gegen einen Landesliga-Vertreter zwar enttäuscht, dem Selbstvertrauen konnte das vor dem heutigen Ligastart allerdings wenig anhaben. Obwohl Trainer Engelbert Eisenbeil mit Roman Keller, Julian Mikolaj, Martin Rudolph, Thimo Böck und Leonard Real im Verbandscup gleich auf fünf Stammkräfte verzichten musste, hielten die Kirchheimer das Spiel gegen den Aufstiegsaspiranten der Landesligastaffel 2 bis zum Schluss offen. Vor allem die Abwehr des VfL erwies sich, wie schon so oft, als schwer zu knacken.

Eine ähnliche Qualität in der Defensive wird man vermutlich auch heute Abend gegen den SCV brauchen, der im Hinspiel am zweiten Spieltag beim ungefährdeten 28:23 auf einen Gegner aus Kirchheim traf, der sich noch nicht gefunden hatte. Dies wird heute anders sein. In eigener Halle sind die Blauen mit wenigen Ausnahmen in der klaren Favoritenrolle. Vöhringen hat wie der VfL acht Saisonsiege auf dem Konto, steht mit einem Punkt Vorsprung als Sechster jedoch zwei Plätze vor den heutigen Gastgebern.

Mitentscheidend dürfte sein, ob es Eisenbeil während der Spielpause gelungen ist, seiner Mannschaft den Schlendrian auszutreiben. Zwar feierten die Kirchheimer im Dezember zwei torreiche Erfolge, machten es dem Gegner mit einer sicheren Führung im Rücken gegen Ende jedoch häufig zu einfach. In die WM-Pause verabschiedete sich der VfL schließlich mit einem schmerzhaften 27:43 in Bad Saulgau.

Der Trainer verlangt mehr Härte

Deshalb lag auf der Defensivarbeit in den vergangenen Wochen der Fokus im Training. Die Forderung von Trainer Engelbert Eisenbeil an seine Spieler: mehr Einsatz, mehr Härte. Auch wenn die Hauptgründe für die Pokalniederlage unterm Lichtenstein im schwachen Offensivspiel lagen. Nach hart erkämpften Ballgewinnen fehlte die Kaltschnäuzigkeit beim Abschluss. Grund, unzufrieden zu sein mit dem seitherigen Saisonverlauf, hat der VfL dennoch nicht. Als Aufsteiger im breiten Mittelfeld - das kann sich durchaus sehen lassen. Auch personell hat sich die Lage wieder etwas entspannt. Bis auf den lange verletzten Thimo Böck, der noch etwa drei Wochen fehlen wird, und Leonard Real (im Bild), der mit Kniebeschwerden kämpft, sind alle fit. Bei Real wird sich wohl erst kurz vor Anpfiff entscheiden, ob er spielt. jm/tb

So wollen sie spielen

VfL Kirchheim: Latzel, Hsu - Mikolaj, Hesener, Schenk, Sadowski, T. Hamann, L. Hamann, Merkle, Habermeier, Real, Schwarzbauer, Rudolph, Sadowski, Keller

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