Handball Landesliga

Mögliche Punkte verschenkt

Handball-Landesliga Die Handballer des VfL Kirchheim verlieren ihr erstes Auswärtsspiel der Saison beim SC Vöhringen.

Vöhringen. Mit 28:23 hat der VfL Kirchheim sein Auswärtsspiel in der Handball-Landesliga gegen den SC Vöhringen verloren. Dabei wäre durchaus mehr drin gewesen, waren die Vöhringer personell doch stark dezimiert.

Zunächst erwischten die Blauen einen guten Start und konnten durch Thimo Böck und Julian Mikolaj mit 2:0 in Front gehen. Über 5:3 und 6:4 konnte der VfL zunächst den zwei-Tore-Vorsprung halten. Doch nach einer Auszeit der Vöhringer lief plötzlich nicht mehr viel zusammen. Innerhalb von sieben Minuten wurde so aus einem 6:4-Vorsprung ein 7:10-Rückstand. Im Angriff vergab man viele klare Möglichkeiten und lud den Gegner durch technische Fehler zu einfachen Kontertoren ein. Nach 25 Minuten lagen die Blauhemden beim 8:14 mit sechs Treffern zurück.

In dieser Phase des Spiels stand zu befürchten, dass die Kirchheimer den Anschluss völlig verlieren würden. Doch bis zur Pause blieb es bei dem Fünf-Tore-Rückstand. Bei der Kabinenansprache bestand Einigkeit: Hier war noch nichts verloren. Es galt lediglich, die einfachen Fehler abzustellen und weiterhin zu kämpfen. Entsprechend motiviert kam der VfL aus der Kabine und konnte zunächst auf 16:12 und 17:14 nach 43 Minuten verkürzen. Doch mehr war offensichtlich nicht drin. Zwar kämpften die Gäste aufopferungsvoll, doch näher als drei Treffer kam man nicht mehr heran. Wenn sich der Tecksieben die Chance bot, auf zwei Treffer zu verkürzen, wurden klare Möglichkeiten vergeben oder man verlor den Ball durch technische Fehler an den Gegner.

Folglich zog der SCV immer wieder auf fünf Treffer davon. Beim 26:22 in der 58. Minute war das Kirchheimer Schicksal endgültig besiegelt. Bis zum Schlusspfiff konnten die Gastgeber sogar noch auf 28:23 erhöhen - eine Enttäuschung für die Kirchheimer, gepaart mit einer Erkenntnis: Mit dieser Leistung kann man in der Landesliga keine Spiele gewinnen. Besonders ärgerlich dabei ist die Tatsache, dass der Gegner durch große Verletzungssorgen größtenteils mit Spielern aus der zweiten Reihe agieren musste und die Teckhandballer daraus keinen Vorteil ziehen konnten. Einzig positiv: Die Mannschaft hat sich zu keinem Zeitpunkt aufgegeben und suchte bis zum Ende ihre Chance. Nun gilt es, Wunden zu lecken, die Leistung zu analysieren, um im nächsten Spiel zu Hause gegen die TSG Söflingen II beide Punkte einzufahren. jm

Spielstenogramm

VfL Kirchheim: Pisch, Kruschina, Habermeier (3), Hesener (2), Böck (1), Pradler, Merkle (1), Mikolaj (6/4), Schenk (2), Schwarzbauer (4), Keller, Sadowski (2), Rudolph (2)

SC Vöringen: Mitrofan, Bauder (2), Brugger (5), Istoc, Stegmann, Jäger, Eilts, Schuler (8/3), Stetter, Jähn (2), Koßbiehl (7), Stetter, Beljic (4/1)

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