Handball Landesliga

Nachhilfe im Fach Defensive

Handball Der Landesligist aus Kirchheim hat zuletzt vergessen, was ihn bisher stark gemacht hat. Heute Abend gegen Söflingen will der VfL zurück zu alten Tugenden.

Beim VfL bestand nach dem enttäuschenden Auftritt in Saulgau Gesprächsbedarf.Foto: Markus Brändli
Beim VfL bestand nach dem enttäuschenden Auftritt in Saulgau Gesprächsbedarf.Foto: Markus Brändli

Die Handballer des VfL Kirchheim greifen heute Abend ab 19 Uhr in eigener Halle nach zwei weiteren Punkten, um den Anschluss an die Tabellenspitze in der Landesliga-Staffel drei zu halten. Nach der ersten Saisonniederlage in Bad Saulgau und dem Verlust der Tabellenführung hat der VfL als Dritter heute alle Möglichkeiten dran zu bleiben.

Mit der zweiten Mannschaft der TSG Söflingen kommt ein vermeintlich leichterer Gegner in die Walter-Jacob-Halle. Die Oberliga-Reserve ist mit vier Niederlagen nach sieben Spielen Drittletzter in der Tabelle. Die Konkurrenz an der Spitze hat zumindest auf dem Papier ein anspruchsvolleres Programm vor sich. Der TV Reichenbach, mit nur einem Punkt Vorsprung an der Spitze, empfängt den Siebten aus Biberach. Verfolger Steinheim bekommt es zuhause mit VfL-Bezwinger TSV Bad Saulgau zu tun. Theoretisch ist für die Teck-Sieben heute Abend also auch die Rückeroberung der Tabellenspitze möglich.

Dafür müssen Spieler und Trainer die ernüchternde 29:37-Pleite am vergangenen Samstag im Oberschwäbischen allerdings schnell aus dem Kopf bekommen. Vor allem die Abwehr bot in Saulgau eine dürftige Vorstellung. Keinerlei Zugriff auf den Gegner. Die TSV-Schützen im Rückraum konnten fast nach Belieben agieren. Deshalb lag an den Trainingsabenden unter der Woche der Schwerpunkt bei den Kirchheimern im Defensivbereich. Aus einem stabilen Abwehrverbund schnell und zielstrebig umschalten, das war bisher das, was das Kirchheimer Tempospiel kennzeichnete. Einfache Tore aus der ersten und zweiten Welle - das ist die Strategie, zu der VfL-Trainer Engelbert Eisenbeil zurück will.

Söflingen unter Wert

Dass der Gegner dabei willig mitspielt, ist kaum zu erwarten. Am vergangenen Wochenende gelang den Ulmer Stadtteil-Handballern im Kellerduell mit Aufsteiger HSG Friedrichshafen/Fischbach ein überzeugender 28:16-Heimsieg. Dabei ließ die Mannschaft von Trainer Werner Pointinger vor allem in der Abwehr spektakulär wenig zu. Die Gäste vom Bodensee durften bis zur Halbzeitpause ganze vier Mal jubeln. Bei den Auftritten in Bad Saulgau (24:29) und Biberach (29:31) hielt die TSG-Zweite bis zum Schluss mit und verkaufte sich am Ende unter Wert. Einen Grund, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen, gibt es aus Kirchheimer Sicht jedenfalls nicht.

Eisenbeil hat heute Abend zumindest beste Voraussetzungen für den siebten Saisonerfolg im neunten Spiel. Der Kader ist bis auf wenige Ausnahmen bereit für das Duell. Torhüter Kevin Hsu hatte unter der Woche mit Rückenbeschwerden zu kämpfen, Rückraumspieler Benjamin Sott laboriert noch immer an einer Fußverletzung aus dem Heimspiel gegen die TG Biberach vor drei Wochen. Bei beiden ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass sie heute Abend werden auflaufen können. jm

So wollen sie spielen
VfL Kirchheim: Oßwald, Hsu, Mikolaj, Habermeier, Burkhardt, Sott, Schenk, M. Hamann, T. Hamann, L. Hamann, Real, Rudolph, Merkle, Böck, Schwarzbauer

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