Handball Landesliga

Wenn‘s gut läuft, darf gefeiert werden

Handball-Landesliga Der VfL Kirchheim könnte mit einem Sieg in Biberach schon heute Abend als Aufsteiger in die Verbandsliga feststehen. Dafür müsste die Konkurrenz allerdings straucheln.

VfL-Trainer Engelbert Eisenbeil und seine Mannschaft würden mit einem Sieg in Biberach heute Abend einen gewaltigen Schritt in R
VfL-Trainer Engelbert Eisenbeil und seine Mannschaft würden mit einem Sieg in Biberach heute Abend einen gewaltigen Schritt in Richtung Aufstieg machen - vielleicht sogar den entscheidenden.Foto: Markus Brändli

Mittelmaß trifft Spitzenteam - das ist nicht Ausdruck Kirchheimer Überheblichkeit, so überschreibt Gastgeber TG Biberach selbst das heutige Duell in der Handball-Landesliga mit dem Tabellenzweiten VfL Kirchheim. Nach einem spielfreien Wochenende greift die Tecksieben wieder ein ins Rennen um den Aufstieg in die neue Verbandsliga. Um 19.30 Uhr beginnt in der Sporthalle des Biberacher Pestalozzi-Gymnasiums das erste der beiden wohl wichtigsten Spiele in dieser Saison für den VfL. Gewinnen die Kirchheimer beide, wäre der Verbandsliga-Aufstieg bereits frühzeitig gesichert. Theoretisch könnte dieser Fall schon heute eintreten. Dafür müssten mit der HSG Bargau/Bettringen und dem TSV Bad Saulgau allerdings beide Verfolger an diesem Wochenende ihre Spiele verlieren. Das ist nicht unmöglich, aber auch nicht sehr wahrscheinlich. Während die HSG den Tabellendritten aus Steinheim empfängt, ist Saulgau beim Tabellendrittletzten TSG Söflingen 2 zu Gast.

VfL-Trainer Engelbert Eisenbeil lässt sich auf solche Rechenspiele erst gar nicht ein. „Wir werden uns allein auf uns konzentrieren“, sagt er. Denn klar ist: Ohne einen Sieg in Biberach tritt keine der genannten Szenarien ein. Zwar steht die TG mit 13 Punkten weniger auf dem Konto nur auf Platz sieben, doch in Kirchheim erinnert man sich an die Heimstärke der heutigen Gastgeber. Vergangene Saison unterlag der VfL den Oberschwaben deutlich mit 26:33.

Die Mannschaft von Trainer Dominic Ellek tritt äußerst robust auf, weist trotz bisher zehn Niederlagen in 19 Saisonspielen ein positives Torverhältnis auf. Das macht deutlich: Eine klare Angelegenheit ist die TG für keinen Gegner. Das zeigt auch das Hinspiel, das die Kirchheimer Ende Oktober zwar mit 27:22 für sich entschieden. Sieben Minuten vor Schluss lag der VfL allerdings noch 20:22 zurück. Erst ein fulminanter Schlussspurt der Gastgeber entschied die Partie.

Dass angeschlagene Boxer gefährlich sind, ist eine alte Weisheit. Ähnlich verhält es sich mit Handballern nach ärgerlichen Niederlagen gegen vermeintliche Außenseiter. Das knappe 18:19 vor zwei Wochen in Söflingen hat den Tabellensiebten von der Riß wachgerüttelt. „Wir haben hart an unseren Schwächen gearbeitet und Videostudium betrieben, um aus den restlichen Spielen das Maximum herauszuholen“, sagt TG-Trainer Dominic Ellek. Auf der Gegenseite ist man also gewarnt. Dass der VfL die Aufgabe mit dem gebotenen Ernst angeht, wurde schon im Training deutlich. Die Mannschaft war die Woche über trotz Faschingsferien komplett und wirkte hoch konzentriert. Das große Plus des VfL: der ausgeglichene und tiefe Kader, der heute Abend vollzählig sein wird. Die kurze Verschnaufpause am vergangenen Wochenende hat zudem allen gutgetan. Die Voraussetzungen also passen, um Teil eins der Mission Aufstieg in den kommenden beiden Wochen erfolgreich abzuschließen.bk/jm

So wollen sie spielen

VfL Kirchheim: Oßwald, Hsu, Mikolaj, Böck, Burkhardt, Sott, Habermeier, L. Hamann, M. Hamann, T. Hamann, Klein, Schenk, Schwarzbauer, Real, Rudolph, Merkle

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