Handball

Defensivleistung macht Mut für den Liga-Alltag

Handball Nach dem Pokal-Aus konzentriert sich der VfL Kirchheim auf den Wiederbeginn der Landesliga.

Symbolbild
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Lichtenstein. Der VfL Kirchheim hat den Einzug ins Final Four des Handball-Verbandspokals verpasst. Die Kirchheimer unterlagen im Viertelfinale bei der SG Ober-/Unterhausen trotz ansprechender Leistung mit 20:24.

Bereits vor der Partie war klar, dass die Kirchheimer eine Herkulesaufgabe erwarten würde. Gegen den Tabellenzweiten der Landesligastaffel 2 musste Trainer Engelbert Eisenbeil neben dem langzeitverletzten Thimo Böck auf die Dienste von Roman Keller, Julian Mikolaj, Martin Rudolph und Leonard Real verzichten.

Dementsprechend fand der VfL zunächst nur schwer ins Spiel. In der Anfangsphase agierte die Kirchheimer Offensive mit zu wenig Durchschlagskraft. Die Gastgeber nutzten dies zur 4:1-Führung. Doch in der Folge kämpfte sich der VfL durch eine gute Abwehrarbeit zurück. Auch Kevin Hsu im Kirchheimer Gehäuse half seiner Mannschaft mit zahlreichen Paraden. So konnten die Teckstädter in der 20. Minute erstmals ausgleichen (6:6) und kurz darauf sogar selbst in Führung gehen. Bis zum 10:10-Pausenstand blieb die Begegnung offen.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte war das Spiel hart umkämpft. Erst beim 16:13 in der 40. Minute konnten sich die Gastgeber einen kleinen Vorsprung erspielen. Doch die Blauhemden hielten weiter dagegen. Die entscheidende Phase entwickelte sich ab der 48. Spielminute beim Stand von 17:19 aus VfL-Sicht. Die Kirchheimer verteidigten aufopferungsvoll und mussten fünf Minuten lang kein Gegentor hinnehmen. Allerdings vergab die Tecksieben auch selbst beste Torgelegenheiten. Anstatt zu verkürzen, geriet der VfL sieben Minuten vor dem Ende durch zwei Tempogegenstöße sogar mit 17:21 in Rückstand. Eine Umstellung in der Kirchheimer Abwehr sorgte anschließend mehrfach für Ballgewinne. Jedoch führten überhastete Aktionen in der Offensive erneut zu Fehlwürfen und technischen Fehlern. Beim 20:22-Anschluss zwei Minuten vor Schluss keimte nochmals kurz Hoffnung auf. Die Kirchheimer erhöhten das Risiko und mussten letztlich noch zwei Gegentore zum Endstand von 20:24 hinnehmen.

Dennoch war der Kirchheimer Co-Trainer Uwe Hamann nach der Partie stolz auf den Auftritt des dünnen Kaders: „Wir haben ein starkes Auswärtsspiel abgeliefert und sind am Ende hauptsächlich an unserer Chancenverwertung gescheitert. Aber speziell die Leistung in der Defensive macht Mut für die kommenden Aufgaben in der Liga.“ Dort empfängt der VfL am nächsten Samstag den SC Vöhringen.ol

Spielstenogramm

SG Ober-/Unterhausen: Maier, Fischer - Hagmaier (1), Bordt (1), Werz (7/5), Florian Grauer (6), Rall, Bochtler, Tröster (2), Wild (3/1), Felix Grauer (2), Althaus (1), Schmid (1)

VfL Kirchheim: Latzel, Hsu - L. Hamann (2), Habermeier (8/3), Hesener, T. Hamann (1/1), Merkle (1), Schenk (3), Schwarzbauer (1), Sadowski (4)

Bietigheim und Waiblingen weiter dabei

Drei der vier Tickets für das Final Four im Verbandspokal sind seit dem Wochenende vergeben: Neben der SG Ober-/Unterhausen zogen die beiden Württembergligisten Bietigheim II (21:19-Sieg gegen Oberligist SV Remshalden) und der VfL Waiblingen (28:26 gegen Schwäbisch Gmünd) in die Runde der letzten vier ein. Die vor zwei Wochen ausgefallene Viertelfinalpartie zwischen Blaustein und Bittenfeld ist noch nicht neu terminiert.tb

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