Handball Bezirksliga

Der letzte Akt

Handball-Bezirksliga Der TSV Weilheim muss gegen Bernhausen erst gewinnen und dann hoffen.

Wir leben noch – Die Pose von Jan Stark symbolisiert den  Willen der Weilheimer.  Foto: Markus Brändli
Wir leben noch – Die Pose von Jan Stark symbolisiert den
Willen der Weilheimer.
Foto: Markus Brändli

Weilheim. Sie haben es nicht mehr in der Hand. Der TSV Weilheim muss im finalen Kampf gegen den Abstieg heute Abend gegen Bernhausen auf Ausrutscher der Konkurrenten bauen. Immerhin: Dass dieser Hoffnungsfunke überhaupt noch glimmt, haben die Roten aus der Limburgstadt ihrem langen Atem auf der Zielgeraden zu verdanken. Vier Punkte aus den beiden letzten Spielen - mit derselben Konsequenz über die gesamte Saison hätte der TSV ein paar Probleme weniger.

Es ist der letzte Akt in einem Abstiegs-Drama, das packender nicht sein könnte. Vier punktgleiche Mannschaften am Tabellenende, eine davon folgt der weit abgeschlagenen TG Nürtingen als zweiter Absteiger in die Bezirksklasse. Ob es dabei bleibt, hängt von der SG Lenningen oder dem TSV Owen ab - je nachdem, wer heute Abend in die Relegation einzieht. Scheitert einer von beiden in den Aufstiegsspielen, würde es am Tabellenende auch den Drittletzten noch erwischen. Nicht auszuschließen also, dass Weilheim zittern muss bis zum Ende der Bezirks-Relegation am 13. Mai.

Keine beruhigenden Aussichten für die Weilheimer, die mit dem Tabellenvierten aus Bernhausen nicht nur auf den stärksten Gegner treffen, sondern zudem den direkten Vergleich gegen alle drei punktgleiche Konkurrenten verloren haben. Zuletzt vor einer Woche beim 23:21-Sieg gegen Wolfschlugens „Zweite“. Zwei Punkte geholt, aber ein kümmerliches Tor zu wenig geschossen. Das könnte sich am Ende rächen. Was zeigt: Ungetrübte Freude gibt es im Handballer-Lager unter der Limburg in diesen Tagen nirgendwo.

Worum es heute geht, ist klar: Weilheim muss bedingungslos gewinnen und anschließend darauf hoffen, dass wenigstens einer - besser sogar zwei - der Konkurrenten aus Wolfschlugen, Neckartenzlingen und Altbach zumindest einen Punkt verliert.

Die HVW-Seite mit den Ergebnissen soll in der Lindachsporthalle nach Spielende per Beamer für alle sichtbar übertragen werden. Nicht nur TSV-Trainer Timo Klein hofft, dass bis dahin die Luft nicht schon längst raus ist. „Das muss man jetzt halt aushalten“, meint er nüchtern. „Wir hatten unsere Chancen, um diese Situation zu vermeiden.“ Die Hoffnung lebt. Die zwischenzeitliche Lethargie ist Aggressivität gewichen. „Wir sind in den letzten Wochen noch mal enger zusammengerückt“, sagt Klein. Die Mannschaft steht kompakter. Die Bereitschaft des Einzelnen, an Grenzen zu gehen, wird nicht nur am herausragenden Nachwuchskeeper Moritz Latzel sichtbar, der Stammkeeper Bernhard Illi bisher glänzend vertritt. Heute Abend kehren zudem Florian Braun und Fabian Zettl ins Team zurück, die zuletzt in Wolfschlugen gefehlt hatten. Timo Klein sagt: „Wir sind auf alles vorbereitet.“ Bernd Köble

So wollen sie spielen

TSV Weilheim: Latzel, Schmid; Driesnack, Roth, Zettl, Banzhaf, Seyferle, Klett, Sigel, Stark, Hiller, Braun, Allgaier

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