Handball Bezirksliga

Die HSG braucht neuen Trainer

Handball Matthias Briem räumt beim Bezirksligisten in Lenningen aus beruflichen Gründen nach dem Saisonende die Bank.

Nach nur einer Saison ist schon Schluss: Matthias Briem verlässt die HSG OLE.Foto: Markus Brändli
Nach nur einer Saison ist schon Schluss: Matthias Briem verlässt die HSG OLE.Foto: Markus Brändli

Lenningen/Owen. Es hätte ein längerfristiges Projekt werden sollen, stattdessen endet die Zusammenarbeit zwischen der neu gegründeten Handball-Spielgemeinschaft aus Owen und Lenningen und ihrem ersten Trainer Matthias Briem bereits nach einem Jahr. An mangelndem Erfolg liegt es nicht, dass sich die Wege schneller als erwartet trennen. Die HSG ist zumindest bis zum Sonntag Tabellenführer in der Bezirksliga und gilt als Topfavorit auf Titel und Aufstieg. Zu erwarten war das keineswegs. Schließlich galt es vor Saisonbeginn, aus zwei Rivalen eine Einheit zu schmieden. Als jungem Trainer, der im Sommer vom Spielfeld direkt auf die Bank wechselte, hat Briem diese Aufgabe geräuschlos gemeistert. Jetzt steht der 36-Jährige vor einer neuen beruflichen Herausforderung, und die ist zeitlich offenbar nicht mehr mit dem Traineramt zu vereinbaren.

„Wir bedauern das sehr“, sagt HSG-Sprecher Raphael Schmid. „Wir hätten gerne mit ihm weitergemacht.“ Briem hatte Mannschaft und Vereinsführung offenbar schon im November über seine Pläne informiert. Die Suche nach einem Nachfolger läuft. Es gab schon Gespräche mit mehreren möglichen Kandidaten. „Wir stehen aber noch ganz am Anfang“, verrät Raphael Schmid.

Der Arbeitsplatz, den die HSG zu bieten hat, ist durchaus attraktiv. Die Halle bei fast jedem Heimspiel ausverkauft, ein starker Kader, eine erfolgreiche Jugendarbeit und im kommenden Jahr womöglich Landesliga - die Ungewissheit in Sachen Liga-Zugehörigkeit sieht Schmid nicht als Nachteil bei den laufenden Verhandlungen. „Ein Trainer muss vom Gesamtprojekt HSG überzeugt sein“, sagt er. „Egal, in welcher Liga wir spielen.“

Bernd Köble

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