Handball Bezirksklasse

Die „Mission Aufstieg“ beginnt

Handball Der TSV Weilheim startet heute Abend beim TSV Grabenstetten II ohne seinen Kapitän in die neue Bezirksklasse-Saison.

TSVW-Kapitän Patrick Seyferle fällt lange aus. Archivfoto: Brändli
TSVW-Kapitän Patrick Seyferle fällt lange aus. Archivfoto: Brändli

Weilheim. Für die Handballer des TSV Weilheim startet am heutigen Samstagabend um 20 Uhr in Grabenstetten die „Mission Aufstieg“ in die Bezirksliga. Dass dies kein einfaches Unterfangen wird, weiß man im Lager der „Roten“ spätestens seit vergangener Saison, als man diese auf einem ernüchternden sechsten Tabellenplatz beendet hatte.

Doch der Grundstein für die kommende Spielzeit wurde seitens der Verantwortlichen gelegt: Mit der Verpflichtung von Sebastian Martin vom TSV Grabenstetten konnten die Weilheimer einen spielstarken und zudem torgefährlichen Rückraumspieler für sich gewinnen. Johannes Negwer (TV Altbach) wird mit seiner Erfahrung die halbrechte und die rechte Außenpositon verstärken. Und mit Oliver Latzel (VfL Kirchheim) steht künftig ein Keeper mit Landesliga-Erfahrung zwischen den Pfosten. Ergänzt wird der Kader durch Dan Stelzer (eigene Jugend) und Andreas Klöhn (zweite Mannschaft). Dass die Neuverpflichtungen bereits Früchte tragen, zeigte sich während der kräftezehrenden Vorbereitung - so zum Beispiel beim 26:26 gegen Württembergligist TV Altenstadt.

Doch dann die Hiobsbotschaft: Beim Vorbereitungsturnier in Urach verdrehte sich Kapitän Patrick Seyferle das Knie. Die anschließende MRT-Untersuchung bestätigte den Verdacht auf einen Kreuzbandriss - gleichbedeutend mit dem Aus für knapp ein Jahr. „Mit Seyferle verlieren wir den Kopf der Mannschaft“, sagt Trainer Michael Rehkugler frustriert, fügt aber optimistisch hinzu, „dass der Kader immer noch genügend Qualität hat, um an unserem Ziel festzuhalten“. Wie die Mannschaft den Ausfall von Abwehrspezialist Seyferle verkraftet, zeigt sich heute Abend beim TSV Grabenstetten II.

Fehlen wird den Weilheimern neben Patrick Seyferle auch urlaubsbedingt Neuzugang Sebastian Martin.ts

So wollen sie spielen

TSV Weilheim: Illi, Latzel; Roth, Hartmann, B. Banzhaf, L. Banzhaf, Stelzer, Sigel, Klett, Negwer, Klöhn

Rassistische Beleidigungen und körperliche Gewalt schockieren die Szene

Erster Eklat in der gerade erst begonnen Saison im Fußballbezirk. In der Bezirksliga-Partie zwischen dem TSV Neckartailfingen und dem TV Nellingen soll es zu einer verbalen Entgleisung mit rassistischem Inhalt seitens eines oder mehrerer Neckartailfinger Zuschauer gegenüber Gästekapitän Steven Helaimia gekommen sein.

Respektabel, wie offensiv der TSV Neckartailfingen mit dem Thema unter der Woche umging. „Wir bedauern sehr, dass Steven Helaimia von mindestens einem Zuschauer durch nicht zu tolerierende, rassistische Rufe angegriffen wurde“, lautet das offizielle Statement des Klubs, der sich in aller Form bei Helaimia und dem gesamten Nellinger Team entschuldigte und das Vergehen „in aller Schärfe“ verurteilte.

Im Nachbarort Neckar­tenzlingen folgte am Donnerstag die nächste Entgleisung - diesmal körperlich. In der 60. Minute zückte Schiedsrichter Jonah Hanak in der Partie des TSV Neckartenzlingen gegen den TSV Raidwangen II die Rote Karte gegen TSVN-Akteur Patrick Mestek. Der 39-Jährige soll dem Schiedsrichter laut Polizeibericht daraufhin von vorne mit gestrecktem Bein gegen den Oberkörper gesprungen sein und danach versucht haben, den am Boden liegenden Hank zu treten. „Die Brille flog dem Schiedsrichter aus dem Gesicht und er fiel auf den Boden“, berichtet Rainer Hess, Co-Trainer der Raidwangener. 

Gedankenschnell habe sich Neckartenzlingens Torwart David Coconcelli schützend vor den Schiedsrichter geworfen und weitere Tritte des mit Rot Sanktionierten verhindert. „Wir waren alle geschockt“, sagt Hess, ebenso wie auch die anderen Neckartenzlinger Spieler sowie die Betreuer. Der 20-jährige Hanak, der für den VfB Neuffen pfeift, musste das Match verletzungsbedingt abbrechen. Schlussendlich rückte die Polizei an. Der TSV Neckartenzlingen kündigte ein Sportplatzverbot sowie den Rauswurf des Akteurs aus dem Verein an. Strafrechtliche und sport­rechtliche Konsequenzen dürften folgen.

Große Sorgen rufen die aktuellen Berichte bei Steffen Müller, Chef der Schiedsrichtergruppe Nürtingen, hervor. „Jeder unsportliche Vorfall ist einer zu viel und schadet unserem Fußball“, sagt er. rei

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