Handball

Handballer starten im Februar

HVW Der württembergische Verband legt die Regeln für eine Fortführung des Spielbetriebs im neuen Jahr fest.

Stuttgart. Der Handballverband Württemberg (HVW) hat Klarheit geschaffen, wie es mit der nach drei Spieltagen abgebrochenen Saison weitergehen soll: Die ausgetragenen Begegnungen sollen zählen. Die Saison wird als einfache Runde frühestens am Wochenende, 6. und 7. Februar fortgesetzt. Dafür sprachen sich 98 der 138 Delegierten auf dem 34. Ordentlichen Verbandstag aus, der am Wochenende erstmals virtuell abgehalten wurde.

Es war der wichtigste Punkt auf der Tagesordnung des rund zwei Stunden dauernden Verbandstages an diesem Wochenende. Wie soll es weitergehen mit dem Spielbetrieb in den Hallen, der Ende Oktober wegen der explosionsartig ansteigenden Corona-Infektionszahlen und des dadurch vom Bund verordneten Lockdowns eingestellt wurde. Dem Vorschlag des Präsidiums folgte eine große Mehrheit von 98 Delegierten bei neun Enthaltungen und 15 Gegenstimmen.

Zuvor hatte Michael Roll aus Heilbronn, der Vorsitzende des Ausschusses Spieltechnik im HVW, die Hintergründe und Überlegungen des Ausschusses noch einmal erläutert. Die bereits ausgetragenen Begegnungen werden nun also gewertet, die restlichen Spiele der Vorrunde abgesetzt, und die Saison wird erst mit der verpäteten Rückrunde, die eigentlich am 16./17. Januar begonnen hätte, weitergeführt. Weil die ersten drei Spieltage bereits im Oktober gespielt worden sind und jede Paarung nur einmal stattfinden soll, verschiebt sich der Re-Start entsprechend nach hinten auf den 6./7. Februar. Begegnungen, die erneut abgesagt werden müssen, könnten am Ende der Rückrunde oder an Terminen von bereits in der Vorrunde gespielten Begegnungen nachgeholt werden.

Komplizierter ist die Situation im Jugendbereich. „Oberste Priorität für uns hat die Qualifikation, die Mitte März beginnt“, betont Michael Roll. Zum Zeitpunkt des Lockdowns hatten manche Teams schon alle drei Spiele bestritten, andere jedoch noch gar keines. „Der Meisterschaftsspielbetrieb kann unter diesen Umständen nicht mehr zufriedenstellend durchgeführt werden, eine komplette Runde bis zur Qualifikation ist - schon allein zeitlich - nicht mehr möglich“, unterstreicht Roll. Deshalb könnten die angesetzten Begegnungen zwar als eine Art Vorbereitung auf die Quali gespielt, für eine Meisterrunde aber nicht gewertet werden.

Personell brachte der Verbandstag keine Veränderungen. HVW-Präsident Hans Artschwager (Hildrizhausen) geht nach der erneuten Wahl in seine fünfte Amtsperiode an der Spitze des zweitgrößten Landesverbandes im Deutschen Handballbund.hb

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