Handball

HVW zieht die Notbremse

Handball Der Entschluss steht fest: Die Saison 2019/20 ist vorzeitig beendet. Es gibt Aufsteiger, allerdings keine Absteiger.

Kirchheim. Was längst absehbar war, ist nun beschlossene Sache: Der Handball-Verband Württemberg (HVW) beendet mit sofortiger Wirkung die Saison 2019/20. Betroffen hiervon sind alle Spielklassen der Württembergliga abwärts - sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen. Die Entscheidung tritt jedoch erst mit dem anstehenden Beschluss des DHB-Bundesrates endgültig in Kraft. Laut HVW-Präsident Hans Artschwager soll dies „bis Ende nächster Woche“ der Fall sein.

Als die Verantwortlichen der Bezirke und des Verbands am Mittwochabend per Videokonferenz beisammen saßen, war das Ziel klar: Eine endgültige Entscheidung, wie es für die Handballklubs in Württemberg weitergeht, muss her. Zu groß sind Ungewissheit und finanzielle Einbuße, unter denen die Klubs aufgrund der Coronakrise leiden. Zwar klammerten sich die Funktionäre bis zuletzt an den Strohhalm der Hoffnung, die Spielzeit doch noch sportlich abschließen zu können, doch diese Wunschlösung ist nun definitiv passé. Damit reagiert der HVW auf die Empfehlung des Deutschen Handballbundes (DHB), der den Verbänden bereits vergangene Woche empfohlen hatte, die Saison zu beenden.

Endspiele sollen noch stattfinden

Fakt ist demnach: Es gibt in dieser Saison lediglich Aufsteiger und keine Absteiger. Ein freiwilliger Abstieg in die nächst niedrigere Spielklasse ist allerdings möglich. Darüber hinaus wird auch der Meldeschluss für die nächste Saison vom 15. April auf den 15. Mai verschoben. Vereine, die sich bereits für die kommende Runde gemeldet hatten, könnten aber noch bis zum 15. Mai ohne Konsequenzen zurückziehen. Ein Rückzug zwischen dem 15. Mai und dem 31. Juli hingegen käme einem Abstieg in der Saison 2020/21 gleich.

Ferner gab der HVW auf seiner Homepage bekannt, dass die noch ausstehenden Final-Four-Turniere des Bezirks- und Verbandspokals - wenn möglich - unabhängig des Saisonabbruchs bis zum Ende des Jahres ausgespielt werden sollen.

VfL muss sich gedulden

Ungewissheit herrscht derweil aber noch bei Landesligist VfL Kirchheim, der sich den Aufstieg in die neue eingleisige Verbandsliga sportlich bereits gesichert hatte: Denn wie sich das vorzeitige Saisonende auf die geplante Liga-Reform auswirkt, darüber will der HVW erst in den kommenden Tagen entscheiden.

Aufgrund der angestrebten Planungssicherheit seitens des Verbands deutet jedoch alles darauf hin, dass die neue Spielklassen-Einteilung wie ursprünglich vorgesehen bereits in diesem Sommer umgesetzt und nicht um ein Jahr verschoben wird. Max Pradler/pm

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