Handball Bezirksliga

Noch zwei Hürden bis zum Ziel

Handball-Bezirksliga Die SG Lenningen behält in Denkendorf die Nerven und zieht mit einem 28:24-Sieg in die Relegation um den Aufstieg in die Landesliga ein.

Der erste Schritt ist geschafft: Die SG Lenningen spielt nach dem Aufstieg 2015 wieder um den Einzug in die Handball-Landesliga.
Der erste Schritt ist geschafft: Die SG Lenningen spielt nach dem Aufstieg 2015 wieder um den Einzug in die Handball-Landesliga.Foto: Markus Brändli

Riesenerleichterung bei den Handballern der SG Lenningen: Das große Nervenflattern ist ausgeblieben. Mit einem 28:24 (15:12)-Erfolg beim bis dahin zuhause ungeschlagenen TSV Denkendorf haben die Lenninger ihren zweiten Platz in der Bezirksliga verteidigt und damit den Einzug in die erste Relegationsrunde um den Landesliga-Aufstieg geschafft. In der restlos ausverkauften Denkendorfer Sporthalle musste die SG Lenningen mindestens einen Punkt holen, um sich den zum Zuschauen verdammten Dritten, TSV Owen, am letzten Spieltag vom Leib zu halten.

„Wir haben das Spiel von Anfang an beherrscht“, freute sich ein sichtlich erleichterter SG-Trainer Peter Schmauk. Wichtiger noch: „Wir konnten heute jederzeit noch eine Schippe drauflegen.“ Vom immensen Druck, der auf den Gästen lastete, war zumindest in der Anfangsphase nichts zu spüren. Die Mannschaft beherzigte, was Schmauk ihr eingebläut hatte: Bloß nicht schon früh in Rückstand geraten. Die SG erzielte die ersten drei Treffer. Erst nach mehr als 5 Minuten trafen die Gastgeber durch Fröschle zum ersten Mal. Es lief für die Lenninger: Nach elf Minuten stand es 9:4. Erst eine Auszeit der Denkendorfer und eine Zeitstrafe gegen Lenningens Timo Haid nahm das Tempo aus dem Spiel, das danach ausgeglichener und kampfbetonter wurde.

Abwehr meistert kritische Phase

Die Gastgeber hatten nun ihre Linie gefunden und bewiesen nach dem verletzungsbedingten Ausfall ihres Rückraumshooters Nick Riehs Moral. Schmauk erlebte die kritischste Phase des Spiels: „Wir haben Denkendorf durch unsere Zeitstrafen wieder stark gemacht“, musste er feststellen. Die SG ließ sich plötzlich anstecken von der aufgeheizten Atmosphäre in der Halle. Die Hausherren kämpften sich nach knapp einer halben Stunde wieder auf 11:12 heran. Doch die SG sicherte sich vor allem dank einer guten Abwehrarbeit einen 15:12-Vorsprung zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die SG behauptete zwar ihren Vorsprung, scheiterte in dieser Phase jedoch zu oft an Denkendorfs Novak im Tor. Die Gastgeber witterten beim 19:21 erneut ihre Chance. Dass es die Gastgeber, die Platz fünf bereits sicher hatten, nun ausrollen ließen, davon war nichts zu spüren. Im Gegenteil: Der TSV wollte seine tadellose Heimbilanz mit aller Energie retten. Doch Lenningen war an diesem Tag die entschlossenere und nervenstärkere von beiden Mannschaften. Neun Minuten vor Schluss erhöhte Timo Haid wieder auf 24:20. Die SG blieb in der Schlussphase abgeklärt und ruhig mit einem überragenden Raphael Bezold im Tor, der den Gastgebern den letzten Nerv raubte.

Als Ricki Austen zwei Minuten vor Schluss zum 27:22 traf, war klar: Das war‘s. Die verbleibende Zeit bis zum 28:24-Endstand ließ sich die SG von ihren Anhängern auf den Rängen feiern. Nach 2015 hat Lenningen nun erneut die Chance auf die Rückkehr in die Landesliga. Gegner in der ersten von zwei Relegationsrunden ist am kommenden Wochenende der SV Kornwestheim 2 aus dem Bezirk Enz-Murr. Ob am Samstag oder Sonntag gespielt wird, steht noch nicht fest. Sicher ist: Das Hinspiel findet in Kornwestheim statt. Das Rückspiel am Himmelfahrtstag in Lenningen.as/tb

Spielstenogramm

SG Lenningen: Nebenführ (2), Rieke (4), Renz (6/1), Ringelspacher (1), Austen (1), Haid (3), L. Bächle (6), M. Bächle (2), Pisch (3) M. Trenkle, T. Trenkle

TSV Denkendorf: Novak, Köbler, Janu (1), Riehs, Rapp(4), Bensch (2), Piskureck (1), Hettich (2), Beck, Lohmann (5), Fröschle (2), Müller, Taxis (5/5), Tonn (2)

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