Handball Bezirksliga

Owener gehen mit Vorteilen in den Relegations-Showdown

Handball-Bezirksliga Das Derby zwischen der SG Lenningen und dem TSVO elektrisiert die Fans und bringt womöglich die Vorentscheidung im Kampf um Platz zwei. Von Reimund Elbe

Zwei Trainer, ein Ziel: Sowohl Owens Steffen Klett (li.) als auch Lenningens Peter Schmauk wollen heute per Sieg einen weiteren
Zwei Trainer, ein Ziel: Sowohl Owens Steffen Klett (li.) als auch Lenningens Peter Schmauk wollen heute per Sieg einen weiteren Schritt Richtung Aufstiegsrelegation machen. Fotos: Genio Silviani

Der Hit wird zum Kassenschlager: Wenn heute Abend um 20 Uhr der Tabellendritte SG Lenningen und der Bezirksliga-Zweite TSV Owen zum vermeintlichen Relegationsplatz-Showdown antreten, dürfte auf der Tribüne der Lenninger Sporthalle kaum noch ein Plätzchen frei sein. Mit nahezu ausverkauftem Haus rechnen die SG-Verantwortlichen beim lokalen Handball-Klassiker, soll heißen - mit fast 800 Zuschauern.

„Wir hoffen natürlich, dass viele Owener Fans darunter sind“, sagt TSVO-Spielertrainer Steffen Klett, der selbst den weitesten Weg zum Spiel hat. Erst gestern schwebte der Spielmacher per Flugzeug aus Italien ein, wo er an einer rund zweiwöchigen Studienexpedition teilgenommen hatte. „Ich war häufig in telefonischem Kontakt mit Co-Trainer Fabian Völker, weiß also, wie sich unser Team vorbereitet hat“, betont der Italien-Rückkehrer.

Lenninger wie Owener leisteten vor der Osterpause perfekte Basisarbeit für das heutige Aufeinandertreffen und dessen Brisanz. Die Herzogstädter besiegten den TSV Denkendorf 34:27, die SG triumphierte beim 24:17 in Weilheim ebenso mit einem Sieben-Tore-Abstand.

SG steht unter größerem Druck

Lenningens Trainer Peter Schmauk gibt sich kämpferisch und gibt eine klare Devise aus. „Wir müssen gewinnen“, unterstreicht der Coach, der weiß, warum. Die Owener haben aktuell nicht nur zwei Zähler mehr auf dem Pluskonto als die SG, sondern auch die Vorrundenpartie mit drei Toren Unterschied gewonnen. Sollte beide Teams nach dem letzten Spieltag punktgleich sein, zählt der direkte Vergleich. „Unter diesem Gesichtspunkt sind wir heute natürlich ein klein wenig im Vorteil“, findet Owens Spielertrainer Klett, deshalb sei es umso wichtiger, „dass wir diese gute Ausgangslage auch nutzen.“

Peter Schmauk hat selbstverständlich was dagegen, will effektive Mittel finden, um den TSVO-Tatendrang zu stören und zu stoppen. „Die Owener leben viel von den Brüdern Klett, die für die Bezirksliga auf jeden Fall überdurchschnittliche Spieler sind“, urteilt der SG-Trainer. Eine der wichtigsten Aufgaben für heute Abend sei es deshalb, die beiden nicht zur Entfaltung kommen zu lassen.

Verzichten müssen die Lenninger wohl auf Chris Rieke, der sich immer noch mit Schmerzen im Rippenbereich herumplagt - Spätfolgen eines „brutalen Fouls“ (Schmauk) in der Partie beim VfL Kirchheim, die die Lenninger am 10. März mit 24:31 verloren. Schmauk und sein Team werden den heutigen Tag ohne große Ablenkung verbringen. Des Trainers ursprünglicher Plan, zuvor noch Spielvideos zwecks Analyse anzuschauen, wurde vom Coach selbst rasch verworfen. „Die Jungs sind bereits so auf das Derby fokussiert, dass solche Aktionen nur ablenken würden“, sagt Schmauk.

Die Owener werden sich vor Spielbeginn allerdings etwas früher als üblich treffen. Der Grund liegt auf der Hand. „Weil ich rund zwei Wochen weg war, möchte ich vor dem Spiel etwas mehr Zeit haben, um mit der Mannschaft noch Details zu besprechen“, betont Steffen Klett, dessen Team mit 33:9 Punkten in die Partie geht, die Lenninger mit 31:9. „Das Spiel ist eine absolute 50:50-Geschichte“, schätzt Klett - dem Unterhaltungswert in der Lenninger Sporthalle kann diese Voraussetzung freilich nicht schaden.

So wollen sie spielen

SG Lenningen: Bezold, Lamparter, Reichle - Nebenführ, Rieke, Renz, Ringelspacher, Haid, L. Bächle, M. Bächle, Baumann, T. Trenkle, M. Trenkle

TSV Owen: Carrle, F. Einselen - B. Klett, M. Raichle, Bäuchle, S. Klett, Kerner, Fischer, Thum, C. Einselen, Köbel

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