Handball Bezirksliga

Plötzlich waren‘s nur noch vier

Handball Beim Sieg der HSG-Frauen in Unterensingen herrscht am Ende gähnende Leere auf dem Spielfeld.

Plötzlich so viel Platz: Sandra Ebner und Ramona Ringelspacher (rechts) wussten die Freiräume zu nutzen.Foto: Markus Brändli
Plötzlich so viel Platz: Sandra Ebner und Ramona Ringelspacher (rechts) wussten die Freiräume zu nutzen.Foto: Markus Brändli

Unterensingen. Die Bezirksliga-Handballerinnen der HSG Owen/Lenningen haben ihr letztes Spiel in diesem Jahr mit 30:10 gegen eine stark dezimierte Mannschaft des SKV Unterensingen gewonnen. Damit setzt sich die Spielgemeinschaft bis zum Start im neuen Jahr an der Tabellenspitze fest.

Die HSG hatte gegen Unterensingen leichtes Spiel. Den Gastgeberinnen standen nach einer Verletzungsserie nur sieben Kräfte zur Verfügung. In der 23. Minute musste beim Stand von 3:9 auch noch Bianca Schimmele mit einer Handverletzung vom Feld. Der SKV musste dadurch für den Rest des Spiels in Unterzahl agieren.

Dass dies zunächst nur wenig Auswirkungen auf den Spielverlauf hatte, lag daran, dass sich die Gäste bis zum 12:6-Pausenstand eine ganze Reihe haarsträubender Fehler leisteten. HSG-Coach Markus Weisl sprach in der Pause ein Machtwort. Als Mannschaft trat die HSG allerdings auch danach nicht auf. Dass der Vorsprung im zweiten Durchgang konstant wuchs, lag vielmehr an der individuellen Klasse von Shari Weber und Susi Oelsner, die in dieser Phase für die Tore sorgten. Im Tor hatte die Spielgemeinschaft mit Anne Susset, die drei Strafwürfe parierte und auch sonst glänzend aufgelegt war, zudem einen starken Rückhalt.

Nach einem Dreierpack von Katja Schur auf Linksaußen führten die Gäste knapp zehn Minuten vor Schluss vorentscheidend mit 21:8. Was danach kam, erlebt man im Handball eher selten: Angesichts des deutlichen Vorsprungs nahm das Teck-Team von da an ebenfalls eine Spielerin vom Feld. Nach einer weiteren Verletzung in Reihen des SKV zog die HSG ebenfalls nach, sodass das Spiel mit jeweils vier Feldspielerinnen beendet wurde. Die ungewohnte Konstellation führte zu riesigen Freiräumen, die vor allem Rechtsaußen Ramona Ringelspacher für die HSG zu nutzen wusste. Am 18. Januar geht es für den Spitzenreiter zu Hause gegen den Tabellenletzten aus Deizisau/Denkendorf weiter. jr

Spielstenogramm

HSG OLE: Reichle, Susset - Bächtle (2), Schur (3), Ebner (5), Kazmaier (4), Weber (3), Oelsner (2), Tegethoff, Wannenwetsch (3), Ringelspacher (5), Wahlicht, Schmid (3/1)

SKV Unterensingen: Deuschle (1), Götz (1) - Lieb (4/1), Schimmele, Bunk, Kilian (1/1), Ehring (3)

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