Handball

Steffen Klett übernimmt in Wolfschlugen

Handball Der 33-jährige Owener tritt beim Württemberglisten im Sommer die Nachfolge von Veit Wager als Trainer an.

Steffen Klett
Steffen Klett (rechts) mit Wolfschlugens Handball-Chef Wolfgang Stoll.

Wolfschlugen. Steffen Klett wird neuer Trainer von Handball-Württembergligist TSV Wolfschlugen. Der 33-Jährige aus Owen folgt im Sommer auf Veit Wager, der die Mannschaft im Moment in der ausgebremsten dritten Spielzeit betreut. Klett trainiert aktuell in der dritten Spielzeit die TSG Söflingen in der Baden-Württemberg Oberliga, der Abschied fällt nicht leicht: „Ich habe da in den vergangenen zweieinhalb Jahren etwas aufgebaut.“

Aber er hat Gründe: Klett ist vergangene Woche zum zweiten Mal Vater geworden. „Ich hoffe, dass der Aufwand in Wolfschlugen ein bisschen geringer sein wird“, sagt er, der Lehrer an der Mörikeschule in Nürtingen ist und in Owen wohnt: „Es ist ideal, beides fast vor der Haustür zu haben.“ Aber ohne sportlichen Reiz geht es natürlich nicht. „Bei einem anderen Verein hätte ich das wahrscheinlich nicht gemacht“, erklärt der Coach. „Ich freue mich auf ein tolles Umfeld und auf eine junge Mannschaft, in der viel Potenzial steckt.“ Die meisten Spieler haben ihren Vertrag verlängert, mit den wenigen Wackelkandidaten sind Klett und Abteilungsleiter Wolfgang Stoll in Gesprächen.

Es wird Kletts zweites Engagement in Wolfschlugen sein, allerdings ist das erste viele Jahre her: In der B-Jugend ging er für den Verein auf Torejagd, zusammen mit Stolls Sohn Samuel. Anschließend spielte er unter anderem ein halbes Jahr für den TSV Neuhausen und fünf Jahre lang für den SV Fellbach in der Württemberg- und Landesliga. In Fellbach sammelte Klett erste Erfahrungen als spielender Co-Trainer an der Seite von Martin Mößner. Seinen Einstand als Chefcoach gab der B-Lizenz-Inhaber bei seinem Heimatverein TSV Owen. Ab Sommer will er seine Ideen in Wolfschlugen umsetzen. „Wir werden eine offensivere Abwehr decken und schneller spielen“, erklärt er.

Der Wechsel von Veit Wager zu Steffen Klett kam nicht überraschend: „Wir haben gemerkt, dass wir eine Veränderung brauchen“, begründet Wolfschlugens Abteilungsleiter Wolfgang Stoll.Wager hatte in einem ersten Gespräch im Dezember gegenüber Stoll zwar erklärt, „dass ich mir grundsätzlich vorstellen kann, in eine vierte Saison zu gehen“. Die Entscheidung von seiner Seite sei aber „noch nicht hundertprozentig gewesen. Ich finde es völlig okay, wenn sich der Verein verändern möchte“. Auch Stoll betont: „Zwischen uns gibt es gar nichts Negatives, alles gut.“ sip

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