Handball

TGN-Frauen fiebern Derby entgegen

Handball Nach der knappen Pleite gegen Zwickau gastieren die Nürtingerinnen am morgigen Freitag beim VfL Waiblingen.

Nürtingen. Gleich am ersten vollständigen Spieltag im Kalenderjahr 2021 kommt es in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen zum Aufeinandertreffen zweier Teams aus der Region Stuttgart. Die Waiblingen Tigers empfangen am morgigen Freitag, 8. Januar, die TG Nürtingen zum direkten Schwaben-Duell. Gespielt wird ab 20.30 Uhr in der Staufer-Sporthalle 1 in Waiblingen. Für die Gastgeberinnen ist es zugleich das erste Ligaspiel im neuen Jahr - ihr letzter Zweitliga-Einsatz datiert vom 5. Dezember, danach ging es auch für die Zweite Liga in eine kollektive Pause wegen der Europameis­terschaft der Frauen in Dänemark.

Die Gäste vom Neckar reisen hingegen mit etwas Wettkampfpraxis in den Rems-Murr-Kreis: Die TG Nürtingen hat bekanntlich bereits am vergangenen Sonntag ihr erstes Spiel des Jahres absolviert. Gegen den Tabellenzweiten BSV Sachsen Zwickau verloren die Nürtingerinnen knapp mit 21:23. „Auf diesem Niveau entscheiden Kleinigkeiten“, befand der neue Nürtinger Trainer Simon ­Hablizel nach der Pleite gegen den Tabellendritten.

Spielerinnen loben neuen Coach

Der neue Mann im Spiel gegen Zwickau war darauf erpicht, das gesamte Team miteinzubeziehen, ging in seinen Ansprachen auf seine Spielerinnen gezielt ein und kommunizierte ständig mit ihnen. Die Tatsache, dass die gesamte Mannschaft auf der Bank saß, verdeutlicht seine Absichten. „Ich wollte alle belohnen“, sagte Hablizel. Sara Kuhrt stand nach ihrem Kreuzbandriss gar erstmals wieder als Spielerin auf dem Spielberichtsbogen. Ein Einsatz wäre aber „noch zu früh gekommen“.

Zu zwei Kurzeinsätzen während Nürtinger Unterzahl kam dafür Lenya Treusch. Die Kreisläuferin wollte Hablizel wegen eines Bänderrisses im Sprunggelenk eigentlich noch schonen, sie habe ihm am Samstag aber signalisiert, spielen zu wollen, so ihr Trainer, für den eines ganz wichtig ist: „Es ging auch darum, die Emotionen zurückzuholen“, meinte er und schritt diesbezüglich im wahrsten Sinne mit gutem Beispiel voran. Auf und ab tigerte ­Hablizel an der Seitenlinie. Immer wieder versuchte er, sein Team mitzureißen. „Er hat sich gut eingebracht“, sagte Nina Fischer, mit sechs Treffern Nürtingens erfolgreichste Torschützin.pm/jsv

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