Lokalsport

100 Prozent auf Sieg gepolt

Fußball-Landesligist TSV Weilheim will sich wieder an die Tabellenspitze ranpirschen

Der TSV Weilheim auf Aufholjagd. Vor den beiden letzten Heimspielen bis zur Winter­pause gibt sich der Tabellenvierte der Fußball-Landesliga angriffs­lustig: „Wir spielen zu 100 Prozent auf Sieg. Wir wollen sechs Punkte holen, um wieder näher an die Spitze heranzurücken“, so Mannschaftskapitän Daniel Heisig.

Teamgeist als TSVW-Stärke: Mit dem Rückenwind der letzten Spiele wollen Weilheims Landesligakicker gegen Hofherrnweiler den Heim
Teamgeist als TSVW-Stärke: Mit dem Rückenwind der letzten Spiele wollen Weilheims Landesligakicker gegen Hofherrnweiler den Heimfluch bannen. Foto: Jörg Bächle

Weilheim. Morgen gastiert Aufsteiger TSG Hofherrnweiler-Unterrombach im Lindachstadion, eine Woche später kommen die SF Dorfmerkingen zum letzten Spiel des Jahres, gleichzeitig der Auftakt der Rückrunde, nach Weilheim. Was Heisig so optimistisch stimmt, ist die aufsteigende Form der Mannschaft in den vergangenen Wochen. Initialzündung war der 2:0-Sieg in Buch. „Auf dem kleinen, schwer bespielbaren Platz haben wir lange Zeit gut gespielt und verdient gewonnen“, erwähnt Alexander Hübbe. Es folgte der für die Moral so wichtige Last-Second-Ausgleich zum 2:2 gegen Angstgegner Geislingen, getoppt vom überzeugenden 5:1 in Stammheim. „Das war ein richtig klasse Spiel“, strahlt Hübbe noch heute.

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Alles prima – wenn da nicht die rätselhafte Heimschwäche wäre. Der TSVW hat auf eigenem Platz schon fünf Mal in Folge nicht mehr gewonnen, statt 15 nur drei Punkte geholt. „Ich weiß auch nicht, warum wir uns zu Hause schwer tun. Dafür gibt es keinen speziellen Grund“, rätselt Heisig. Mit dem Rückenwind der letzten Spiele soll das Blatt wieder gewendet werden. Zumal die lange verletzten Ferdi Er und Emrah Polat zu alter Form zurückgefunden haben und bei André Kriks, dem dreifachen Torschützen von Stammheim, der Knoten endlich geplatzt zu sein scheint.

Es waren die ersten drei Treffer des Mittelstürmers. In der internen Torschützenliste rangiert er noch hinter Innenverteidiger Heisig (4), den Spaßvogel Martin Kirschmann mit einem Augenzwinkern für Höheres empfiehlt: „Wenn der VfB wieder einmal einen Stürmer braucht …“ Kriks hat Heisig beim Albern im Training schon mal den Fehdehandschuh hingeworfen und angekündigt, den torgefährlichsten Weilheimer Abwehrspieler demnächst zu überflügeln.

Man darf gespannt sein, ob das schon gegen den Neuling von der Ostalb gelingt. Die Mannschaft aus zwei Bezirken in der Aalener Weststadt, die in der Relegation mit einem 6:2 über den FC Frickenhausen aufgestiegen ist, hat sich überraschend schnell an die raue Landesliga-Luft gewöhnt. Mit 21 Punkten rangiert die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach als Siebte nur knapp hinter dem TSV. Ihre besondere Qualität liegt in der Offensive, die von zwei herausragenden Kräften geprägt wird. Oliver Rieger ist mit zehn Torvorlagen ligaweit die Nummer eins. Von seinen Zuspielen profitiert vornehmlich Niklas Groiß, der schon acht Mal ins Schwarze getroffen hat. Auf diese beiden Spieler muss die TSVW-Abwehr ihr besonderes Augenmerk legen.

Fehlgeschlagen ist das Vorhaben des SV Ebersbach, gegen Bad Boll die Herbstmeisterschaft vorzeitig klar zu machen. Es reichte nur zu einem 0:0. Das Versäumte will der Spitzenreiter nun mit einem Auswärtssieg beim FV Nürtingen nachholen. Es wäre ein Zwischenschritt auf dem Weg in die Verbandsliga. „Wir wollen aufsteigen“, sagt der Sportliche Leiter Jürgen Schorstädt und widerspricht gleichzeitig Kritikern, die unken, die Verbandsliga sei eine tote Liga: „Das stimmt nicht, im Gegenteil.“ Verständlich. Mit dem Göppinger SV und dem FC Heiningen hätten die Ebersbacher in dieser Liga zwei äußerst lukrative Nachbarschaftsderbys.

Den Halbzeittitel kann ihnen nur noch Calcio Leinfelden-Echterdingen streitig machen. Die Filderkicker lauern auf einen Ausrutscher der „Eber“ auf dem glitschigen Nürtinger Wörth, um selber mit einem Heimsieg gegen den TSV Buch alles klar zu machen.