Lokalsport

16 Minuten Mühe mit dem Schlusslicht

Basketball Landesligist VfL Kirchheim lässt gegen dezimierte Schwenninger die nötige Konzentration vermissen.

Kirchheim. Als Landesligagegner BV Villingen-Schwenningen am Samstagabend in der Sporthalle Stadtmitte erstmals das Parkett betrat, war das Spiel praktisch schon entschieden: Der Tabellenletzte konnte nur fünf Spieler aufbieten, die Basketballer des Gastgebers aus Kirchheim gewannen dann auch fast standesgemäß mit 108:76.

Beim Tabellenvierten VfL Kirchheim fehlte im ersten Heimspiel 2018 nur Center Cveti Bozic, der in München studiert. Der Beginn entsprechend: Kirchheim im Wissen um den klaren personellen Vorteil nonchalant und mit wenig Konzentration, die Schwarzwälder mit einer Mischung aus Mut der Verzweiflung und nichts zu verlieren. Als dann auch noch Tim Auerbach seine beiden ersten Dreier zum 12:5 (3.) verwandelte, lagen die Kirchheimer im Geiste endgültig bequem auf dem Sofa.

Villingen-Schwenningen punktete fast nach Belieben, kaum gestört von Kirchheimer Abwehrbemühungen. Wenn die Gäste doch mal das Ziel verfehlten, holten sie sich allzu oft den Offensiv-Rebound gegen viel zu passive Kirchheimer. Wenigstens sah es auf der anderen Seite kaum anders aus: Die BV-Defensive war ebenfalls kaum existent, spielte ohne Foul-Risiko, und so lautete das Zwischenresultat nach dem ersten Viertel etwas peinlich für den VfL 25:26.

So konnte es nicht weitergehen, doch das tat es noch einmal sechs Minuten lang. Erst beim 38:40 zeigten sich die ersten Ermüdungserscheinungen beim tapferen Häuflein aus dem Schwarzwald. Kirchheim legte einen 16:5-Lauf hin, wobei Dominik Eberle unter dem Korb so regelrecht wütete. Zwölf der 16 Punkte in diesen vier Minuten bis zur Halbzeitpause stammten alleine von ihm, dabei hängte er BV-Center Kjell Deking auch noch drei Fouls an.

Gligoric macht die Hundert voll

Der Rest ist kaum der Rede wert, die Viertelergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: Der VfL machte in den Vierteln zwei, drei und vier 29, 26 und 28 Punkte, die Gäste 19, 17 und 14. Am Ende war es VfL- und Liga-Topscorer Marko Gligoric (29 Punkte im Schnitt) vorbehalten, die hundert Punkte vollzumachen.

Das erste dreistellige Ergebnis für den VfL seit dem 13. März 2016. Im Oberligaspiel beim TSV Eriskirch hieß der Trainer noch Bekim Kukiqi. Den 100. Punkt erzielte Jorey Scott. Immerhin: Mit Tim Auerbach und dem jetzigen Spielertrainer und Abteilungsleiter Marco Wanzke standen zwei Spieler auch diesmal auf dem Feld.ut

Spielstenogramm

VfL Kirchheim: Alanis (12), Auerbach (18/3), Belitsis (10), Eberle (12), Gligoric (34), Haziri (11/1), Mauch (4), Lowski, K. Wanzke, M. Wanzke (7/1)

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