Lokalsport

2:2 Punkte: Die Realos behalten recht

Sportschiessen Die Ötlinger Luftpistole-Mannschaft darf weiter von der Bundesliga-Endrunde Anfang nächsten Jahres träumen. Allerdings lief daheim nicht alles nach Maß.

Nachdem die Ötlinger Bundesliga-Schützen am ersten Wettkampfwochenende trotz zweier Siege noch nicht das erhoffte Niveau erreicht hatten, holten sie das im Heim-Durchgang in der Kirchheimer Sporthalle Stadtmitte phasenweise nach. Gegen den SV Altheim-Waldhaugab es zwar nur ein knappes 3:2, jedoch war der Sieg ungefährdet. Am Sonntag folgte die Ernüchterung. Gegen die SSG Dynamit Fürth setzte es eine 1:4-Niederlage. Mit der ersten Saisonniederlage war der Traum vom Sprung nach vorne zwar ausgeträumt, mit nunmehr 6:2 Punkten mischt die TSVÖ-Truppe aber weiterhin aussichtsreich im Spitzenfeld der Tabelle mit.

Einen hervorragenden Start legten die Ötlinger gegen den SV Altheim-Waldhausen an Position eins, drei und fünf hin. Tatsächlich ließen Ásgeir Sigurgeirsson, Stefan Scharpf und Markus Geipel ihre Gegner bereits nach den ersten zwanzig Schuss weit hinter sich. Sigurgeirsson punktete nahezu mit jedem Schuss und brachte sein Publikum in der dritten Serie wieder einmal zum Staunen. Mit 90 Ringen fehlte ihm nur noch eine Zehn zur 100er-Serie. Die darauffolgende 9,9 tat dem anschließenden Beifall trotzdem keinen Abbruch.

Auch Stefan Scharpf hatte sichtlich Spaß in seinem Wettkampf – er zeigte allen Zuschauern seine Bundesliga-Reife Nach der ersten Hälfte hatte er bereits einen Vorsprung von zwölf Ringen aufgebaut. Einen Teil dieses Vorsprungs büßte er in den folgenden beiden Serien wieder ein. Am Ende sicherte er dennoch souverän den nächsten Einzelpunkt. Ähnlich erging es Markus Geipel an hinterster Position. Bis zur dritten Serie hatte sein Gegner keine Möglichkeit zum Angriff. Erst in der letzten Serie brach Geipel ein und ließ seinen Vorsprung auf vier Ringe schmelzen. Schließlich brachte er seiner Mannschaft in den 50 Minuten jedoch den ersten wichtigen Einzelpunkt.

Jörg Kobarg und Torben Engel hatten währenddessen große Schwierigkeiten gegen ihre Gegner. Sie hatten kaum etwas entgegenzusetzen. In der dritten Serie ließen zwar beide die TSVÖ-Fans einen Moment hoffen, mit den letzten zehn Schuss mussten sie sich dann aber geschlagen geben.

Hart gekämpft, aber am Ende verloren hieß es nach dem Duell gegen Fürth. Während Sigurgeirsson seinen Wettkampf erneut auf höchstem Niveau absolvierte und seinem Gegner damit keine Chance ließ, hatten es seine Mannschaftskameraden deutlich schwerer. Dabei sah es nach 20 Schuss eher nach einem 4:1-Sieg für Ötlingen aus. Doch in der zweiten Hälfte wendete sich das Blatt. Stefan Scharpf büßte seinen leichten Vorsprung in der dritten Serie vollständig ein. Nach dreißig Schuss hatte seine Gegnerin sogar einen Ring Vorsprung. In den letzten zehn Minuten erreichte die Spannung ihren Höhepunkt. Achim Rieger tat es seinem Mannschaftskameraden gleich und lieferte sich mit seinem Gegner ein Kopf-an-Kopf Rennen. Rieger leistete sich in der letzten Serie zwei Achter zu viel und unterlag schließlich mit vier Ringen Rückstand Scharpf hatte zunächst etwas mehr Glück: seine Gegnerin hätte ihren Wettkampf mit einer Zehn beenden müssen um ein Stechen abzuwenden. Das gelang ihr nicht. Stattdessen aber im ersten Stechschuss. Scharpf konnte dem nur eine Neun entgegensetzen und hatte damit verloren.

Torben Engel (5) schien seinen Wettkampf bereits nach 35 Schuss verloren zu haben. Sein Gegner konnte jedoch seine Nerven während der letzten fünf Schuss kaum in Zaum halten und ließ bei den Ötlingern damit neue Hoffnung aufkommen. Doch sein Gegner schoß zuletzt eine Acht, vermied das Stechen und gewann. Jörg Kobarg hatte sich derweil von seinem Wettkampf am Vormittag noch nicht richtig erholt. Mit zehn Ringen Rückstand unterlag er.

Nach beiden Clubduellen hatten die Ötlinger 2:2 Punkte auf dem Konto. Mit dieser Bilanz hatten die Realisten in der TSVÖ-Sportschützenabteilung tatsächlich gerechnet. sg

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