Lokalsport

3-G-Regel öffnet Fans die Tore

Corona Die Knights planen mit bis zu 1200 Zuschauern bei den Heimspielen in der Sporthalle Stadtmitte. Von Bernd Köble

Die Maske erinnert daran, dass die Gefahr noch lange nicht gebannt ist.    Foto: Tanja Spindler

Nach zwei Jahren im Zeichen der Corona-Pandemie und einer Saison unter Ausschluss der Öffentlichkeit läuft der Countdown: Basketballfans in Kirchheim und Umgebung dürfen sich zum Auftakt in der Pro A auf das Lokalderby der Knights am Samstag (19 Uhr) gegen Tübingen freuen. In die Halle darf, wer geimpft, genesen oder auf das Virus getestet ist. Dafür wird im Moment ein maximal 24 Stunden alter negativer Schnelltest verlangt oder ein PCR-Test, der bis zu 48 Stunden zurückliegen darf. Kontrolliert und registriert werden die Besucher im Freien vor der Halle. Dadurch sollen Staus im Innenbereich vermieden werden.
Für die Fans endet damit eine lange Durststrecke. Die Knights haben die Zahl der Plätze auf 1200 Besucher begrenzt. Eine Zahl, die in der Vergangenheit nur in Ausnahmefällen überschritten wurde. Die Frage wird also eher sein: Wie viele Gäste nehmen das Angebot überhaupt an? Während fast ebenso viele Dauerkarten wie vor Beginn der Pandemie verkauft wurden, ist Knights-Geschäftsführer Chris Schmidt skeptischer, was die Nachfrage nach Tagestickets betrifft. „Der harte Kern hält uns die Treue“, sagt er. „Alles andere muss man sehen.“ Mit Ausnahme der Maskenpflicht, die auch auf den Plätzen gilt, müssen Besucher kaum auf Gewohntes verzichten. Es gibt ein eingeschränktes Catering, einen VIP-Bereich und eine Abendkasse. Schmidt appelliert jedoch an Tagesbesucher, sich Tickets, wenn möglich, online zu besorgen. Kontakt zur Mannschaft mit Ritualen wie dem Abklatschen nach dem Spiel oder dem Plausch im Foyer wird es nicht geben. „Wir freuen uns riesig, dass wir auf diese Weise starten können“, meint der Geschäftsführer.
Die Hoffnung ist groß, dass damit auch wirtschaftlich die Talsohle durchschritten ist. Nach 2020 habe man keine weiteren Sparmaßnahmen geplant, sagt
Schmidt. „Wir haben zu Beginn jeden Stein umgedreht und in allen Bereichen den Stift angesetzt“, sagt er. „Dass wir in den vergangenen Jahren klug gewirtschaftet haben, hat uns geholfen.“


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