Lokalsport

7. USSC-Lauf

Kein Glück in Kanada: Rennfahrer Wolf Henzler kam nach einem Autodefekt mit seinem Partner Bryan Sellers nur als Achter und Letzter ins Ziel.

Ein schneller Boxenstop half in Kanada auch nicht: Wolf Henzler auf dem Weg ins Cockpit.Foto: Porsche AG
Ein schneller Boxenstop half in Kanada auch nicht: Wolf Henzler auf dem Weg ins Cockpit.Foto: Porsche AG

Bowmanville. Der Defektteufel hat beim Porsche-Werkspiloten Wolf Henzler und dessen amerikanischem Partner Bryan Sellers im kanadischen Bowmanville wieder mal zugeschlagen: Beim sechsten Lauf zur United SportsCar Championship (USCC) sprang für sie deshalb lediglich Platz acht in der GTLM-Kategorie heraus.

Es lief dieses Mal nicht so ganz rund für die beiden Porsche-Rennfahrer. Schon im Qualifying zum Rennen auf der knapp vier Kilometer langen Rennstrecke des Canadian Tire Motorsport Park mussten Henzler und Sellers, die souveränen Gewinner des letzten USCC-Laufes in Watkins Glen, mit kleinen Tücken an ihrem Porsche 911 RSR des Falken-Tire-Teams kämpfen – „wir fuhren stets auf den hinteren Plätzen rum“, ärgerte sich Henzler. So gab‘s nur den achten und letzten Startplatz im Feld der GTLM-Boliden nach dem Qualifying.

Das Falken-Team war ob dieses Resultats frustriert – und zog vier neue Reifen auf den Porsche 911 RSR. Das Reglement erlaubt allerdings nur einen Neureifen – ansonsten droht die Versetzung ans Ende des Starterfelds. Doch „weil wir ja sowieso schon hinten waren, konnten wir beruhigt alle vier Reifen neu aufziehen“, schmunzelte Henzler mit etwas Galgenhumor, während das Falken-Team sehr schnell der Rennleitung diese Botschaft überbrachte und damit sogar zwei Plätze weiter nach vorne rückte. Denn Jörg Bergmeister/Earl Bamber vom Team Porsche North America und die Corvette-Mannschaft Oliver Gavin/Tommy Milner meldeten ihre neue Komplettbereifung später.

Sellers übernahm die Startphase des über 2,40 Stunden dauernden Rennens, behauptete sich gut und übergab nach knapp einer Stunde das Steuer an den Schwaben. Dank einer cleveren Strategie machte Henzler einen Rang gut und ging als Vierter vor dem Ferrari von Pierre Kaffer ins Rennen. Doch dann gab es heftige Übersteuerungstendenzen am Boliden – eventuell war ein falscher Reifendruck die Ursache. Auf Rang sieben liegend, übergab er nochmals an Sellers, der eine Viertelstunde vor dem Fallen der Zielflagge den Elfer mit einem Schaden im Antriebsbereich abstellen musste. Damit blieb er Achter – der letzte Platz.

Der siebte Lauf wird am 9. August auf dem Traditionskurs von Road America in Elkhart Lake im US-Bundesstaat Wisconsin ausgetragen.

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