Lokalsport

Ab jetzt tut jeder Ausrutscher weh

Handball-Bezirksliga Der TSV Owen will mit einer Notformation bei den abstiegsgefährdeten Weilheimern Platz zwei verteidigen. Lenningen kämpft in Bernhausen in Bestbesetzung um den Anschluss.

Der TSV Weilheim (Benjamin Banzhaf beim Wurf) braucht jeden Punkt im Abstiegskampf. Gegner TSV Owen dagegen hat noch immer Aufst
Der TSV Weilheim (Benjamin Banzhaf beim Wurf) braucht jeden Punkt im Abstiegskampf. Gegner TSV Owen dagegen hat noch immer Aufstiegschancen.Foto: Markus Brändli

Nach zwei spielfreien Wochenenden wartet in der Handball-Bezirksliga ein volles Programm. Alle vier Teckvereine sind im Einsatz. Zwei treffen im direkten Duell aufeinander: In der Weilheimer Lindachsporthalle empfängt der TSV Weilheim heute Abend um 20 Uhr den Nachbarn aus Owen. Diesmal geht es nicht nur ums Prestige, auch sportlich steht für beide Gegner viel auf dem Spiel. Die Weilheimer stecken als Tabellenvorletzter tief im Abstiegssumpf. Die Owener kämpfen als Tabellenzweiter um die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation. Eine Niederlage hieße für beide Teams, das Ziel vorerst aus den Augen zu verlieren. Die Weilheimer rechnen sich nach dem jüngsten Heimsieg gegen den TuS Stuttgart einiges aus. Den Tabellenstand interessiert dabei keinen. „In den Lokalderbys ist es egal, wie die bisherige Saison verlief. Es zählen nur die Grundtugenden: Einsatz und Siegeswille“, sagt Weilheims Interimstrainer Timo Klein.

In der Hinrunde, in der der TSV Owen mit 36:29 als klarer Sieger vom Feld ging, bereitete der siebte Feldspieler der Weilheimer Abwehr enorme Probleme. „Wir haben uns von der Owener Taktik überrumpeln lassen“, stellt Klein fest und verspricht: „Das wird nicht noch mal passieren.“ Auf Weilheimer Seite werden Timmy Hiller, der private Gründe nennt, und der erkrankte Timo Höfert fehlen. Dafür wird Luca Pfeffer erstmals wieder dabei sein.

Deutlich größere Sorgen hat Gegner TSV Owen: Nach dem deutlichen Heimerfolg gegen Vaihingen muss Trainer Steffen Klett heute im Derby mit einer Rumpfmannschaft auskommen. Neben den verletzten Moritz Bittner (Knieverletzung) und Moritz Thum (Handgelenk) auf den Außenpositionen fehlen mit Dominic Fischer (Bänderriss) und Hannes Raichle (Schulter) auch zwei wichtige Alternativen im Rückraum. Als ob das nicht schon genügte, musste Stammtorhüter Matthias Carrle am Freitag erkältungsbedingt im Abschlusstraining passen. Sein Einsatz heute ist ebenfalls fraglich.

Eine schwere Auswärtsprüfung erwartet die SG Lenningen heute beim Tabellenfünften EK Bernhausen (19.45 Uhr, Eduard-Sprenger-Halle, Filderstadt-Bernhausen). Nach drei ungefährdeten Siegen in drei Spielen seit dem Rückrundenstart hieß es in Lenningen während der Faschingspause: die Spannung in der spielfreien Zeit hoch halten.

Bis auf Adrian Schmid, der sich unter der Woche am Sprunggelenk verletzte, sind alle fit und bis in die Haarspitzen motiviert. Die SG lauert als Dritter auf Fehler der Konkurrenz und kann noch nachlegen. Der Zweite aus Owen hat schließlich bereits zwei Spiele mehr absolviert. Doch auch der Gegner aus Filderstadt schielt noch mit einem Auge nach vorne. Für das Eichenkreuzteam bietet sich heute die vermutlich letzte Chance, im Rennen um den Relegationsplatz noch ein Wort mitreden zu können. Im Hinspiel trennten sich beide Teams unentschieden, und die Lenninger knüpften den bis dahin ungeschlagenen Bernhausenern die ersten Punkte ab. Mit einem Sieg heute könnte SG-Trainer Peter Schmauk die schweren Aufgaben in den kommenden Wochen entspannter angehen: Nach dem Heimspiel gegen die HSG Ebersbach/Bünzwangen in einer Woche geht es zum Spitzenspiel nach Kirchheim. pa/ras/as

So wollen sie spielen

TSV Weilheim: Illi, Latzel - Driesnack, Klett, Seyferle, Pfeffer, Roth, Banzhaf, Auweter, Klein, Allgaier, S. Sigel, Späth, Stark

TSV Owen: Carrle, F. Einselen - B. Klett, M. Raichle, Kerner, S. Klett, Bäuchle, Thum, Köbel, C. Einselen

VfL Kirchheim: O. Latzel, Pisch - Keller, Merkle, T. Hamann, M. Hamann, Metzger, Pradler, Mikolaj, Böck, Rudolph, Schwarzbauer

SG Lenningen: Lamparter, Reichle - Bezold, Nebenführ, Rieke, Renz, Ringelspacher, Austen, Haid, Bächle, Pisch, T. Trenkle, M. Trenkle

Sorgenfalten auch beim Tabellenführer

Personalmangel beklagt auch Spitzenreiter VfL Kirchheim, der heute Abend den abstiegsbedrohten TV Altbach in der Walter-Jacob-Halle (19.30 Uhr) empfängt. Dabei wäre die Stimmung nach dem Einzug ins Final Four des Bezirkspokals im Lager der Blauen eigentlich prächtig. Während Peter Sadowski (Schulter) und die erkälteten Robin Habermeier und Simon Latzel mit Sicherheit ausfallen werden, bangt Trainer Engelbert Eisenbeil auch um die Einsätze von Roman Keller und Dominik Merkle. Leo Real wird wegen eines Privattermins ebenfalls fehlen.

Das Selbstvertrauen ist dennoch groß genug bei den Kirchheimern, um gegen den Drittletzten zwei Punkte als Ziel auszugeben. Dass dies auch mit einem stark dezimierten Kader möglich ist, bewies die Tecksieben beim Pokalerfolg unter der Woche gegen den Landesligadritten HSG Ostfildern.jm

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