Lokalsport

Ab jetzt zählen nur noch Fakten

Mountainbike Für Manuel Fumic heißt es beim Weltcupauftakt in Nove Mesto morgen Farbe bekennen. Pfäffle und Schwarzbauer mit gemischten Gefühlen. Von Erhard Goller

Manuel Fumic hat in den vergangenen sechs Monaten akribisch an seiner Form gefeilt. Was es wert war, muss sich morgen zeigen.Fot
Manuel Fumic hat in den vergangenen sechs Monaten akribisch an seiner Form gefeilt. Was es wert war, muss sich morgen zeigen. Foto: Thomas Weschta

Es ist wie ein zweiter Start in die Saison. Auf das Weltcup-Doppel morgen im tschechischen Nove Mesto und die Woche darauf in Albstadt haben die Cross-Country-Biker hingesteuert. Manuel Fumic, Christian Pfäffle und Luca Schwarzbauer gehen den Weltcupauftakt allerdings mit sehr unterschiedlichen Vorzeichen an.

„Richtungsweisend“ sei das, was morgen (Start um 14.15 Uhr) im Biathlon-Stadion von Nove Mesto passiert, sagt Manuel Fumic. Im Grunde die Nagelprobe nach sechsmonatiger Vorbereitung. Zuversicht kann Fumic vor allem aus dem Cape-Epic-Rennen ziehen, wo er mit Partner Henrique Avancini im März vier Tage im Gelben Trikot unterwegs war. Auch wenn bisher noch kein Sieg herausgesprungen ist. „Die Rennen spiegeln eine bessere Form wider als 2016“, meint Fumic.

Spät in seiner Karriere hat er einiges umgekrempelt, die Vorbereitungsphase mehr mit Trainingslagern verbracht. Unter der Regie des Briten Phil Dixon und mit seinem neuen Cannondale-Team­kollegen, dem französischen Weltranglisten-Dritten Maxime Marotte, der andere Impulse einbringt als zuvor der Italiener Marco Fontana.

„Bisher lief alles nach Plan“, betont Manuel Fumic. „Es ist alles möglich. Viel wird am Sonntag von der Tagesform abhängen. Er ist sich sicher: Irgendwann in der Saison wird sich die bisherige Arbeit auszahlen.“ In Nove Mesto hat er noch eine Rechnung offen. Platz neun 2015 war die bisher beste Platzierung, obwohl der Kurs zu seinen Lieblingsstrecken zählt. „Das passt nicht zu den Resultaten, das sollte sich mal ändern,“ meint Fumic.

Pfäffle rückt auf

Auch bei Christian Pfäffle ist die Rechnung in Nove Mesto vier Jahre lang nicht aufgegangen. Bis zum Knalleffekt 2016: WM-Platz 15 und das mit Startnummer 100. In der Weltrangliste hat er sich damit weiter verbessert, liegt jetzt auf Position 57 und rückt damit auch am Start weiter nach vorne. Insofern wird es - so die Startphase gelingt - ein anderes Rennen für ihn werden. Am Mittwoch noch war er zum Aufwärmtraining beim „Prague Stairs,“ einem Rennen an der Prager Burg, gestartet, das der tschechische Olympiasieger Jaroslav Kulhavy gewann. Pfäffle wurde Fünfter.

Bei Luca Schwarzbauer, dem Dritten im Bunde der lokalen Weltcupstarter, fällt eine Prognose besonders schwer. Der Reuderner spekuliert im heutigen U23-Rennen (10 Uhr) auf ein Top-Ten-Resultat, das ihm normalerweise zuzutrauen wäre. Doch normal ist bei Schwarzbauer schon länger nichts mehr. Nach zwei schwierigen Jahren mit Krankheit und Verletzungen versucht der Lexware-Pilot, Geduld zu bewahren. „Erst mal war es wichtig, wieder das Gefühl zu haben, dass mein Körper leistungsbereit ist“, sagt er. „Was das für Ergebnisse heißt, muss sich zeigen.“ Er fahre mit einem sehr guten Gefühl nach Nove Mesto, „auch wenn ich weiß, dass ich noch nicht in der Lage bin, vorne mitzufahren.“

Einen Livestream vom Rennen in Nove Mesto gibt es auf redbull.tv

Die wichtigsten Renntermine

Sonntag, 21. Mai: Weltcup-Auftakt in Nove Mesto (Tschechien)

Sonntag, 28. Mai: Weltcup in Albstadt

Sonntag, 25. Juni: Marathon-WM in Singen

Sonntag, 2. Juli: Weltcup in Vallnord (Andorra)

Sonntag, 9. Juli: Weltcup in Lenzerheide (Schweiz)

Sonntag, 23. Juli: Deutsche Meisterschaften in Bad Salzdetfurth

Sonntag, 6. August: Weltcup in Mont Saint Anne (Kanada)

Sonntag, 27. August: Weltcup in Val di Sole (Italien)

Sonntag, 10. September: WM in Cairns (Australien)

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