Lokalsport

Ärger und Frust nach indiskutabler Leistung

Weilheimer Handballer kassieren Heimpleite gegen bis dato sieglosen TSV Köngen

Handballbezirksligist TSV Weilheim hat sein Heimspiel gegen den TSV Köngen nach indiskutabler Leistung mit 29:32 (12:17) verloren. Damit ist auch die Tabellenführung futsch.

Das tat weh: Florian Braun und die Weilheimer Bezirksliga-Handballer haben sich gegen Köngen blamiert. Foto: Markus Brändli
Das tat weh: Florian Braun und die Weilheimer Bezirksliga-Handballer haben sich gegen Köngen blamiert. Foto: Markus Brändli

Weilheim. Im Vorfeld der Partie waren Weilheims Trainerteam um Alen Dimitrijevic und Timo Klein nicht müde geworden, ihr Team vor dem TSV Köngen zu warnen. Trotzdem mussten die Besucher in der Weilheimer Lindachsporthalle miterleben, dass diese Warnungen von den TSVW-Spielern einfach nicht ernst genommen wurden. Die Weilheimer gingen zwar durch zwei Tore von Fabian Zettl mit 2:0 in Führung, verloren dann jedoch jegliche Einstellung zum Spiel. Köngen glich schnell aus und ging erstmals in Führung. Begünstigt durch eine desolate TSVW-Abwehr konnten die Gäste Ihren Vorsprung Tor um Tor ausbauen. Mit einer 17:12 Führung gingen sie in die Halbzeitpause.

Anzeige

Nach dem Wechsel kamen der TSVW etwas besser in Tritt. Die Abwehr machte nun einen etwas stabileren Eindruck, trotzdem war die Mannschaft weit entfernt von ihrer Bestform. Weilheim verkürzte nun den Rückstand. Vor allem Jan Stark hielt in dieser Phase durch einige sehenswerte Tore Weilheim im Spiel. Bis zur 53. Spielminute hatte die Mannschaft sich auf 26:27 herangearbeitet. Aber anstatt daraus Kapital zu schöpfen, spielten die Weilheimer in der Abwehr jetzt fast lethargisch. Köngens Rückraum, angeführt von Gian-Luca Pupin, konnte nun wieder nach Belieben schalten und walten. So ging auch der letztendliche Endstand von 32:29 für Köngen in Ordnung.

Am Ende regierten in Weilheim Ärger wegen der zweiten Saisonniederlage und Frust über eine desolate Leistung. Aus TSVW-Sicht bleibt zu hoffen, dass es bis zum nächsten Sonntag eine deutliche Leistungssteigerung innerhalb der Mannschaft gibt. Sonst droht im Auswärtsspiel beim Tabellenachten TuS Stuttgart die nächste Niederlage.pb

TSV Weilheim: Illi, Mayer – F. Zettl (6/1), Banzhaf (5), Seyferle (5), Klett (1/1), Sigel (1), Auweter, Späth, Stark (5), Allgaier (3), Steinke (1), Braun (2/1), Hartmann

TSV Köngen: Schetter, Pupin (9), Oberkersch, Lindner (6), Passler (2), Rieger (2/1), Uttendorfer (3/1), Martin, Maier, Schmuda (1), Wolfrum, Schlichter (5), Würth (4)

„Eindringlich gewarnt“

Im Spielbericht sprach der TSVW-Berichterstatter von einer „indiskutablen“ Leistung. War‘s wirklich so schlimm?

Klein: Es war. Gegen Köngen hat unsere Mannschaft ihre schlechteste Saisonleistung abgeliefert. Selbst beim 19:29 in Kirchheim spielte sie für meinen Geschmack stärker.

Wo lagen die größten Schwachpunkte?

Klein: Es fehlte an der Konzentration und richtigen Einstellung. Außerdem haben die Spieler immer einen Schritt weniger gemacht als nötig gewesen wäre.

Das riecht ein wenig nach Überheblichkeit. Motto: Seht her, wir sind Spitzenreiter, ihr im Tabellenkeller.

Klein: Trainer Alen Dimitrijevic und ich haben vor dem Spiel eindringlich davor gewarnt, diesen Gegner zu unterschätzen. Die Mahnungen sind bei den Spielern offenbar nicht angekommen.

Was muss in dieser Trainingswoche besonders geübt werden?

Klein: Ein Trainingsinhalt wird sein, durch Gespräche Ursachenforschung für die Niederlage zu betreiben. Wir wollen herausfinden, wie die Leistungsschwankungen, die immer wieder auftreten, zustande kommen.

Am Sonntag gastiert der TSV beim Tabellenachten TuS Stuttgart. Welches Gesicht wird die Mannschaft zeigen?

Klein: Ich hoffe, sie zeigt jenes vor dem Derby in Kirchheim. Da hat sie nach einem guten Spiel 32:24 in Altbach gewonnen.

Nach den bisherigen Eindrücken: Wohin führt der Weg des TSVW?

Klein: Nach Minuspunkten sind wir nach dieser Niederlage Tabellenvierter. Schlechter darf‘s nicht werden.