Lokalsport

Affenzirkus auf dem Stoppelfeld

Motorsport Der RKV Kirchheim ist am Sonntag Gastgeber des Saisonfinales um die ­deutsche Meisterschaft im Motocross an der Sportanlage Lehenäcker in Jesingen.

Querfeldein geht‘s für die Monkeycross-Schar am Sonntag in Jesingen: Das DM-Saisonfinale steht an. Foto: privat
Querfeldein geht‘s für die Monkeycross-Schar am Sonntag in Jesingen: Das DM-Saisonfinale steht an. Foto: privat

Wer am Sonntag zwischen Jesingen und Ohmden unterwegs ist, dürfte Augen machen und was auf die Ohren bekommen. Auf dem Stoppelfeld neben der Kreisstraße 1265 werden Deutschlands beste MonkeyCrosser ihre Meister ermitteln: Der RKV Kirchheim ist Gastgeber des Saisonfinals um die nationalen Meriten. Auf dem zur Rennstrecke umfunktionierten Stoppelfeld an der Sportanlage Lehenäcker werden rund 80 Teilnehmer aus dem gesamten süddeutschen Raum erwartet. Darunter befinden sich auch mehrere ehemalige und amtierende deutsche Meister.

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In unzähligen Arbeitsstunden haben die Mitglieder des RKV Kirchheim das Feld in einen perfekten Zustand versetzt, sodass die Zuschauer am Sonntag Offroad-Sport vom Feinsten erwarten dürfen. Nach den Trainingsläufen ab 9.15 Uhr ist um 11.45 Uhr Start zum ersten Wertungsdurchgang. Bis 17 Uhr werden alle sieben Alters- und Hubraumklassen in jeweils zwei Wertungsdurchgängen zu sehen sein.

Mittendrin statt nur dabei sind die lokalen Asse, die sich in den verschiedenen Klassen durchaus etwas ausrechnen. Die größten Siegchancen haben in der Klasse 0 und 1 die beiden Brüder Mike und Nico Schlauderer aus Weilheim. In der stark besetzten Pitbike-Klasse werden sich die Fahrer aus der Region warm anziehen müssen, denn die besten Chancen zum Sieg haben hier mehrere Piloten aus dem Elsass - mit Tony Haro wird hier zum ersten Mal voraussichtlich ein Franzose deutscher Meister in der Klasse 3 werden. In der Klasse 4 kann Moritz Hummel mit einem Sieg ebenfalls seinen Meistertitel verteidigen.

Besonders spannende Duelle werden bei den Seitenwagen erwartet, zumal das Starterfeld gegenüber dem Vorjahr gewachsen ist. Klarer Favorit ist, wie im vergangenen Jahr, das Jesinger Gespannteam Christoph Bachofer/Sören Schäfer, die jedoch gleich von mehreren Teams eine Kampfansage bekommen haben.

In der voll besetzten Open-Klasse werden die Lokalmatadoren um Matthias Bachofer (Weilheim), Levin Welzel (Kirchheim) oder Robin Schumann (Ochsenwang) um den Sieg kämpfen.

Kurzentschlossene können sich mit einem regelkonformen Fahrzeug noch am Sonntagmorgen anmeldenpm

Alle Informationen gibt es unter www.monkeycross-aktuelles.de

Geschichte des Monkey-Cross

Das erste offizielle Monkey-Cross-Rennen fand 1974 in Diegelsberg im Landkreis Göppingen statt. Das „Affen-Querfeldein“ erfreute sich rasch steigender Beliebtheit. Als erste Vereine beteiligten sich der MCC Göppingen und der HMV-Hepsisau (beide ab 1975) sowie der RKV Kirchheim/Teck und der MC Neubronn (beide ab 1978) an dieser neuen Fun-Sportart.

Im Jahr 1978 wurde als Dachorganisation der Deutsche Monkey Club (DMC) gegründet. Seit dieser Zeit werden die Rennen unter dem Prädikat der Deutschen Monkey-Cross-Meisterschaft veranstaltet.

Austragungsorte waren damals die von Landwirten angemieteten Wiesen beim „Deutschen Haus“ bei Gruibingen sowie auf dem Diegelsberg. Bald kamen weitere Strecken und Vereine in Baden-Württemberg und Bayern hinzu. Anfang der 80er-Jahre schloss man sich dem Deutschen Motorsportverband (DMV) an.pm