Lokalsport

Alle lieben Love

Kirchheims Basketball-Fans haben ihre Liebe zu einem Mann entdeckt, der auch noch so heißt: Carrington Love verlegte am Samstag die Halbzeit-Show ins dritte Viertel. Der 22-jährige Spielmacher, der nach zwei frühen Fouls im ersten Spielabschnitt lange auf der Bank schmoren musste, schien nach der Pause regelrecht zu explodieren.

Mit acht Punkten in Folge und drei Solo-Dribblings, bei denen er die Gegner wie Statisten aussehen ließ, leitete der 1,86 Meter große Guard die Wende ein. Auf Hamburger Seite konnten weder Athony Canty noch Rene Kindzeka dem unglaublichen Antritt des Amerikaners folgen. Dessen Lohn: Standing Ovations unter den Augen seiner Lebensgefährtin, die erstmals bei einem Spiel auf der Tribüne saß, und Sprechchöre von den Rängen.

Love genoss den Abend sichtlich. Nach einer Warmlaufphase zu Saisonbeginn scheint der Wirbelwind mit der Sturmfrisur sich in seiner Rolle in Kirchheim immer wohler zu fühlen. Mit 18 Punkten, drei Rebounds und fünf Steals war er der Mann des Abends. Sein Auftritt nötigte selbst seinem Coach am Spielfeldrand ein flüchtiges Lächeln ab, auch wenn der sich hinterher fast dafür entschuldigte: „Man lächelt nicht mitten in der Schlacht.“bk

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