Lokalsport

AlternativlosKommentar

Kommentar
Hürdenlauf, Marathon, Triathlon – dass im Rahmen des Spatenstichs für das Sportvereinszentrum des VfL derartige Vergleiche mit dem Bauprojekt an der Jesinger Allee bemüht wurden, zeigt, wie groß die Erleichterung bei allen Beteiligten ist: Endlich geht es los. Besser gesagt: Endlich kann es losgehen. Nach unzähligen Rückschlägen, die das Projekt mehrfach an den Rande des K.o.‘s gebracht hatten, markiert der gestrige Tag den Beginn einer Zielgeraden, an deren Ende nicht weniger als die Zukunft der Vereinslandschaft in und um Kirchheim steht.

Ob die tatsächlich so rosig aussehen wird, wie die Wirtschaftlichkeitsberechnungen nahelegen? Diese gehen bekanntlich davon aus, dass die für das Erreichen der Gewinnschwelle notwendigen Mitglieder bereits nach drei Jahren an Bord seien. Die mit der Erfahrung von immerhin 37  vergleichbaren Objekten ausgestatteten Offiziellen des WLSB betonen in diesem Zusammenhang, dass keines der in ihrem Verantwortungsbereich betriebenen Sportvereinszentren unwirtschaftlich arbeite. Warum soll es also ausgerechnet in Kirchheim anders kommen?

Diese Logik war auch Grundlage für die Entscheidung der Stadt im vergangenen Jahr, die Ausfallbürgschaft auf 1,2 Millionen Euro zu erhöhen, um das Baurisiko finanziell abzusichern. Der mit diesem Schritt vollzogene Schulterschluss zwischen Verwaltung und Verein hat bei den drei geldgebenden Banken die letzten Zweifel an der Notwendigkeit des Projekts ausgeräumt und darüber hinaus den Willen der politisch und sportlich Verantwortlichen verdeutlicht, das Sportvereinszentrum auf den Weg zu bringen.

Ein Stück dieses Weges ist mit dem gestrigen Tag geschafft, der weit mehr als der symbolische Baubeginn war: Alle, die einen Spaten in die Erde gerammt haben, sind sich einig: Das Sportvereinszentrum ist vor dem Hintergrund der Entwicklungen in Sport, Ehrenamt und Gesellschaft alternativlos.PETER EIDEMÜLLER

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