Lokalsport

An beiden Enden der Tabelle herrscht Hochspannung

Kreisliga A Das Rennen um Platz zwei elektrisiert vor dem letzten Spieltag ebenso wie der Kampf um den Klassenerhalt.

Wohin geht die Reise von Spielleiter Axel Maier und dem SV Nabern? Foto: Markus Brändli
Wohin geht die Reise von Spielleiter Axel Maier und dem SV Nabern? Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Nachdem die SF Dettingen den Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga am vergangenen Sonntag geschafft haben, kommen beim Saison-Showdown am Sonntag mit dem Tabellenzweiten TSV Grafenberg (62 Punkte) und dem drittplatzierten AC Catania Kirchheim (61) nur noch zwei Kandidaten für den Aufstiegsrelegationsplatz infrage. Die bessere Ausgangsposition hat der TSVG von Trainer Peter Slavic mit einem Punkt mehr auf dem Konto und dem besseren Torverhältnis. Voraussetzung für die Vizemeisterschaft ist allerdings ein Heimsieg gegen den TSV Jesingen, der selbst noch auf Punkte im Kampf um den Klassenerhalt angewiesen ist.

Vorteil Catania? Deren Gegner sind am Sonntag die SF Dettingen, für die es faktisch um nichts mehr geht und denen womöglich noch die Aufstiegsfeierlichkeiten in den Knochen stecken. So oder so: Für die Kirchheimer um Spielertrainer Michel Forzano reicht es nur bei einem eigenem Sieg gegen Dettingen und einem Grafenberger Punkt(e)verlust zu Platz zwei.

So richtig daran glauben will der Catania-Übungsleiter allerdings nicht mehr: „Der TSV Grafenberg hat die bessere Mannschaft und wird sich den zweiten Tabellenplatz nicht mehr nehmen lassen.“ Fakt ist aber auch, dass die Grafenberger von den letzten zehn Partien nur fünf gewinnen konnten, während die Azzurri im gleichen Zeitraum acht Mal als Sieger vom Platz gingen.

Ein Sextett muss noch bangen

Am anderen Ende der Tabelle müssen sich noch sechs Mannschaften ernsthafte Sorgen um den Klassenerhalt machen. Der FV 09 Nürtingen II und die TSV Oberensingen II sind bereits weg vom Fenster. Der dritte Absteiger wird zwischen dem SV Nabern (14. Platz/32 Punkte), dem TV Bempflingen (13./32) und dem TSV Raidwangen (12./33) ausgemacht. Dem TSV Jesingen (9./35), dem TV Unterlenningen (10./34) und dem TSV Weilheim II (11./34) droht im schlimmsten Fall noch der Abstiegsrelegationsplatz.

Der SV Nabern hat nach zwei Niederlagen in Folge zwar einiges an Boden verloren, kann den Relegationsplatz im „Endspiel“ gegen den TSV Raidwangen trotzdem noch aus eigener Kraft erreichen. Trainer Marcel Geismann macht eine noch optimistischere Rechnung auf. „Wenn wir gewinnen, müsste das für den Klassenerhalt reichen“, glaubt er nicht daran, dass die Kellerkonkurrenz Zählbares holt. Verzichten muss der SVN-Coach auf Stürmer Tim Sternemann, der privat verhindert ist.

Der Jesinger Trainer Stefan Haußmann ist überzeugt, dass seine Mannschaft in Grafenberg den für den sicheren Klassenerhalt nötigen Punkt holen wird. Seine Taktik ist simpel und einfach: „Wir müssen gut verteidigen und nach vorne schnell umschalten.“ In der Vorrunde gab es für die Elf von den Lehenäckern gegen den TSV Grafenberg eine unglückliche 3:5-Heimniederlage, aus der „wir unsere Lehren gezogen haben“, wie Haußmann sagt.

Die vermeintlich leichteren Aufgaben haben der TV Unterlenningen und der TSV Weilheim gegen die bereits abgestiegenen TSV Oberensingen II und FV 09 Nürtingen II. Doch Weilheims Trainer Robert Walter hebt warnend den Zeigefinger: „Jedes Spiel kann schwierig werden. In der entscheidenden Phase ist es reine Kopfsache.“ Vor diesem Hintergrund nimmt Walter seine Spieler in die Pflicht: „Wenn es uns nicht gelingt, die Nürtinger zu schlagen, haben wir in dieser Liga auch nichts verloren.“

Auch sein Unterlenninger Trainerkollege Klaus Müller hat wenig Bedenken in Sachen Ligaverbleib: „Wenn wir nicht noch das große Nervenflattern bekommen, dürfte nichts schiefgehen.“ Aufgrund des besseren Torverhältnisses könnte für den TVU bereits ein Zähler zum Klassenerhalt reichen.kdl/tb

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