Lokalsport

An den Rampen der Ostalb steigt auch die Formkurve

Mountainbike Christian Pfäffle fährt beim Bundesliga-Auftakt in Heubach auf Platz zwölf. Luca Schwarzbauer wird trotz Missgeschicks Vierter in der U23. Von Erhard Goller

Gute Beine in schwierigem Gelände hatte U23-Fahrer Luca Schwarzbauer beim Bundesliga-Auftakt in Heubach.Foto: Armin Küstenbrück
Gute Beine in schwierigem Gelände hatte U23-Fahrer Luca Schwarzbauer beim Bundesliga-Auftakt in Heubach.Foto: Armin Küstenbrück

Endlich ein Ausrufezeichen für die Mountainbiker aus der Teckregion beim Bundesliga-Auftakt in Heubach: Christian Pfäffle aus Neuffen überzeugte als Zwölfter in der stark besetzten Eliteklasse. Der Reuderner Luca Schwarzbauer fuhr in der U23 auf Platz vier. „Es geht aufwärts.“ Christian Pfäffle, der zuletzt mit seiner Formkurve haderte, war im Ziel des Heubacher Elite-Rennens die Erleichterung deutlich anzumerken.

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Aufwärts, das geht es auf dem schweren Heubacher Bundesliga-Kurs auch. Und zwar 1,8 Kilometer lang und steil. Ein Terrain, das dem Neuffener nicht unbedingt entgegenkommt. Deshalb war Platz zwölf mit 4:31 Minuten Rückstand auf den Sieger (1:35:26), Weltmeister Nino Schurter aus der Schweiz, ein Ergebnis, mit dem Pfäffle nach einem Wettkampf vor großer Zuschauerkulisse zufrieden die Heimreise antreten konnte.

Dabei verlief das Rennen alles andere als optimal für ihn. Da gab es den Belgier Ruben Scheire, der am Berg zwar stark war, aber im langen Downhill ein Hindernis darstellte. „Wir sind da ein paar Runden lang nicht an ihm vorbeigekommen“, berichtet Pfäffle. Er ließ den Belgier am Ende hinter sich und mit ihm zwei weitere Konkurrenten. In der letzten Runde hatte er dann zu kämpfen. Dennoch sagt Pfäffle: „In meiner momentanen Situation bin ich mit dem Ergebnis absolut zufrieden.“

Bereits am Morgen hatte Luca Schwarzbauer im U23-Rennen ebenfalls ein unerwartetes Erfolgserlebnis zu verzeichnen. Dabei verlief der Wettkampf auch für ihn nicht ohne Handicap. Der Reuderner hatte das Feld an erster Stelle in die zweite Runde geführt, dann war der Franzose Joshua Dubau vorbeigezogen. Schwarzbauer und sein Teamkollege Max Brandl bildeten bis zur dritten von sechs Runden das Verfolgerduo. Dann musste er den besseren Kletterer Brandl jedoch ziehen lassen.

Mit loser Schuhplatte ins Ziel

Dann löste sich bei Schwarzbauer plötzlich die Verbindungsplatte am Schuh. Dadurch hatte er nur noch eine lose Verbindung zum Pedal und konnte sich auch nicht ausklicken. „Ich bin dann halt weitergefahren.“ Schwarzbauer zeigte Kampfgeist. Den Schweizer Filippo Colombo musste er noch vorbeiziehen lassen, doch den Rest der Verfolgergruppe hielt er in Schach und wurde mit 1:33 Minuten Rückstand auf den Sieger noch Vierter. „Ich hatte gute Beine. Max konnte ich im Anstieg zwar nicht folgen, aber es lief gut,“ freute sich Schwarzbauer, der damit seine Leistung aus der Vorwoche bestätigen konnte.

Der Weilheimer Pirmin Sigel musste in Heubach auf einen Start verzichten, nachdem zwar das lädierte Knie wieder in Ordnung war, sich am Renntag aber massive Rückenprobleme eingestellt hatten. Bei den Damen gab es mit Elisabeth Brandau eine deutsche Siegerin. Die Schönaicherin gewann vor der Polin Maja Wloszczowska und der Ukrainerin Yana Belomoina.