Lokalsport

Appelle ans Fairplay: Im Eichert geht‘s um mehr als drei Punkte

Fußball Beim Abbbruchspiel im September beharkten sich Spieler des TSV Notzingen und der TG Kirchheim vor und nach der Partie. Nun das Wiederholungsspiel. Von Thomas Pfeiffer

Tackling im Hinspiel, das hart umkämpft war. Bei der Neuauflage am Sonntag soll‘s bei gesunder Härte bleiben.Foto: Christian Sch
Tackling im Hinspiel, das hart umkämpft war. Bei der Neuauflage am Sonntag soll‘s bei gesunder Härte bleiben.Foto: Christian Schlienz

Die sportliche Brisanz ist größer denn je im letzten Spiel des Jahres: Die Kreisliga B6-Neuauflage zwischen dem TSV Notzingen und der TG Kirchheim am Sonntag (ab 14 Uhr) ist genau wie das am 18. September beim Stande von 1:3 nach tumultartigen Szenen abgebrochene Hinspiel eine echte Spitzenpartie. Während die Eichert-Kicker nur ein Heimsieg weiter vom Aufstieg träumen lässt, braucht die TG-Flüchtlingsmannschaft den Dreier, um den TV Unterlenningen noch zu überflügeln und Weihnachts-Meister zu werden.

Nach dem verbalen Hauen und Stechen vor elfeinhalb Wochen schreiben die Verantwortlichen die Sicherheit diesmal ziemlich groß. Den Job der sportjuristisch verfügten Verbandsaufsicht übernimmt mit Karl Stradinger (Rechberghausen) der höchste Bezirks-Funktionär, der eingeteilte Schiedsrichter ist ein Routinier, und beide Clubs legten ihren Spielern zuletzt äußerste Disziplin vor und nach den 90 Spielminuten ans Herz. Auch as Härteniveau müsse diesmal herunter gefahren werden, sagt TSV-Spielleiter Dieter Krauß: „Besser, den Fuß im Zweifelsfall zurück ziehen“. Bei der TG Kirchheim ärgern sie sich zwar über drei wegen des Abbruchs möglicherweise verlorenen Punkte, wollen Selbige am Sonntag aber nicht um jeden Preis zurückholen. Abteilungsleiter Costa Giacobbe („wir sind nicht nachtragend“), Betreuerin Sabrina Wohlleben („ein Sieg ist nicht alles“) und Trainer Munya Chonyera („wir haben in den letzten Wochen einige Mannschaftsbesprechungen gehabt“) wiesen ihre gambischen Schützlinge an, den Fairplay-Gedanken diesmal besonders hoch zu halten.

Im September-Spiel war die TG „klar die bessere Mannschaft“ (Krauß) – mal sehen, zu welcher Leistung sich das Team bei Winterkälte und ohne den fußverletzten Mittelfeld-Regisseur Amadou Minteh aufraffen kann. In der Gastgeber-Formation von Spielertrainer Michael Panknin fehlt der Name des noch bis zum 31. Dezember gesperrten Tarkan Tekkeoglu.

Ein Spiel im öffentlichen Fokus: Wichtiger als das Ergebnis werden diesmal das Spieler-, Zuschauer- und Schiedsrichterverhalten sein.

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