Lokalsport

Armin Sigler heuert in Wendlingen an

Fußball Der Ex-Trainer des TSV Weilheim II gibt dem FV 09 Nürtingen II einen Korb und übernimmt Bezirksliga-Anwärter.

foto: deniz calagan
foto: deniz calagan

Bissingen. Armin Sigler wird doch nicht Trainer von Fußball-A-Ligist FV 09 Nürtingen II. Der bisherige Coach des TSV Weilheim II aus Bissingen hat den „Nullneunern“ überraschend einen Korb gegeben und heuert beim TSV Wendlingen an, der sich nach dem verpassten Bezirksliga-Aufstieg „im gegenseitigen Einvernehmen“ vom bisherigen Trainer Björn Kluger getrennt hat, wie der Verein mitteilt.

„Mir hat es sehr leidgetan“, betont Armin Sigler, der den Nürtingern zwar mündlich zugesagt, schriftlich aber noch nichts fixiert hatte, als das Angebot des TSV Wendlingen bei ihm einging. „Es war eine rein sportliche Entscheidung“, sagt der frühere Jugend-Trainer der Nürtinger, der 2014 mit deren A-Junioren den Titel in der Bezirksstaffel und den Gewinn des Bezirkspokals feierte, ehe er als B-Junioren-Trainer zum TSV Weilheim wechselte.

Dass er sich mit seiner kurzfristigen Neuausrichtung bei den 09-Verantwortlichen um Abteilungsleiter Ronald Witt keine Freunde schaffen würde, war Sigler bewusst. Am Ende war das klärende Gespräch aber weniger aufreibend als gedacht. „Ich wollte die neue Chance einfach ergreifen. Ronald Witt hat sich fair und verständnisvoll gezeigt“, lobt Sigler.

Dass Witt schon wieder lachen kann, liegt aber in erster Linie daran, dass es ihm gemeinsam mit Spielleiter Stefan Enns gelungen ist, sofort einen Nachfolger für Sigler zu finden. Oliver Gaus kommt vom TSV Wolfschlugen II.

Der Dritte im Bunde, der da­rum bemüht ist, keine Gräben aufzureißen, ist Siglers neuer sportlicher Arbeitgeber, der TSV Wendlingen. „Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu den Nürtingern“, betont TSVW-Abteilungsleiter Sascha Strähle, der nicht den Eindruck aufkommen lassen will, als hätten die Wendlinger dem FV 09 gezielt den Trainer unter der Nase weggeschnappt. „Wenn er bei den Nürtingern geblieben wäre, wäre das für uns natürlich auch okay gewesen. Uns war es sehr wichtig, dass wir anderen nicht schaden“, so Strähle.

Mit Armin Sigler glaubt Wendlingens Abteilungsleiter nun den „perfekten Nachfolger“ für Björn Kluger gefunden zu haben. „Er hat schon in vielen Stationen bewiesen, dass er mit jungen Spielern erfolgreich arbeiten kann“, rühmt Strähle den neuen Mann, während Sigler nun gemeinsam mit seinem neuen Team den ersehnten Wiederaufstieg ins Bezirksoberhaus ins Visier nimmt. „Klar ist nach dieser Saison nicht Platz fünf das Ziel. Wir wollen ganz vorne mitspielen“, sagt Armin Sigler.als

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