Lokalsport

Auf der Katharinenlinde sind klassische Tugenden gefragt

Fußball-Bezirksliga Während der VfL Kirchheim in Esslingen auf Wiedergutmachung pocht, bekommt es die SGEH mit Aufstiegsfavorit Frickenhausen zu tun. Von Max Pradler

Schmerzhaft: VfL-Sturmroutinier Kai Hörsting (links, im Spiel gegen Oberensingen) fehlt am Sonntag wegen Fußproblemen. Foto: Brä
Schmerzhaft: VfL-Sturmroutinier Kai Hörsting (links, im Spiel gegen Oberensingen) fehlt am Sonntag wegen Fußproblemen. Foto: Brändli

Auch Tage nach der 2:3-Heimpleite gegen Oberensingen ist der Ärger beim VfL Kirchheim noch nicht verraucht. „Wir hatten die klareren Torchancen, hätten zumindest einen Punkt verdient gehabt“, grantelt Spielertrainer Markus Schweizer nach der unglücklichen Pleite gegen den Mitaufsteiger, der dadurch tabellarisch um einen Punkt an den Teckstädtern vorbeigezogen ist.

Am Sonntag ist für den VfL im Auswärtsspiel beim TSV RSK Esslingen daher Wiedergutmachung angesagt. Und die Vorzeichen dafür stehen gar nicht mal so schlecht: Zwar gewann der TSV RSK sein vergangenes Heimspiel gegen Neckartailfingen mit 3:1, dies allerdings war auch der letzte Erfolg auf der Katharinenlinde seit knapp einem halben Jahr. Dem auswärtsstarken VfL könnte die Heimschwäche des Gastgebers in die Karten spielen. Schweizer warnt jedoch vor der jungen Esslinger Mannschaft: „Auf dem sehr kleinen Platz kommt es in erster Linie auf die klassischen Tugenden an. Außerdem hat sich RSK in der vergangenen Zeit oft als Stolperstein für die oberen Teams erwiesen. Nichtsdestotrotz wollen wir natürlich eine neue Siegesserie starten.“

Vor allem die Anfangsphase der Partie spielt für den 30-jährigen Coach der Gelb-Blauen am Sonntag eine wichtige Rolle, zumal diese gegen Oberensingen deutlich verschlafen worden war: „Wir haben das analysiert und versuchen die Fehler zukünftig abzustellen, sowie unsere eigenen Stärken noch besser zur Geltung kommen zu lassen.“ Sturmroutinier Kai Hörsting, der gegen die TSVO erstmals in dieser Saison in der Startelf stand, wird dem VfL in Esslingen allerdings aufgrund erneuter Schmerzen im Fuß nicht zur Verfügung stehen. Dagegen kehren Torhüter Daniel Zirn und Mittelfeldspieler Alexander Zydek zurück in den Kader, die zuletzt beide wegen eines grippalen Infekts ausfielen.

Eine vermeintlich unlösbare Aufgabe steht der SG Erkenbrechtsweiler/Hochwang bevor. Das Team um Trainer Dieter Hiller empfängt mit dem 1. FC Frickenhausen das Maß aller Dinge in der Bezirksliga. Aus den ersten elf Begegnungen ging der Ex-Verbandsligist zehnmal als Sieger vom Platz, was aktuell die Tabellenführung bedeutet.

Hiller sieht die Rolle seiner Elf in diesem Spiel daher als eindeutig an: „Wir haben absolut nichts zu verlieren, meine Spieler können deshalb ohne Aufregung aufs Feld gehen.“ Ärgerlich ist für den SGEH-Coach hingegen weiterhin die personelle Situation, denn aufgrund mehrerer Verletzter können die Alb-Kicker zurzeit meist nur individuell trainieren. Der sportliche Ehrgeiz Hillers ist aber trotz der schwierigen Ausgangssituation weiterhin ungetrübt: „Es ist immer noch ein Derby, und da kann schließlich alles passieren.“

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